20 Jahre lang war sie eine der wichtigsten Kräfte am Mülheimer Stall von Uwe Ostmann (unterbrochen von einem kurzen Intermezzo in Hoppegarten). 2000 machte sie den Trainerschein. Am 1. Dezember 2005 kehrte Karen Haustein auf die Parkbahn zurück, blieb aber weiterhin in Diensten des Diana-Stalles.
Als Nachfolgerin von Thomas Dunkel übernahm die damals 43-jährige erstmals die volle Verantwortung als Trainerin. Sie dürfte diese Entscheidung nicht bereut haben. Denn das erste Trainerjahr verläuft ausgezeichnet. Aber damit noch nicht genug. Denn am Sonntag gelang ihr mit Molly Max im Preis des Winterfavoriten der erste Gruppesieg, und ihr früherer Chef Uwe Ostmann war der erste Gratulant im Absattelring.
„Mir fehlen die Worte. Wir hatten nach dem guten zweiten Platz zu Persian Storm beim Debut schon eine gute Meinung von Molly Max“, erklärte Karen Haustein. „Der zeitliche Abstand von drei Wochen passte gut. Da haben wir es einfach einmal gewagt. In Bremen war er noch etwas heftig. Da habe ich Filip Minarik gesagt, er sollte ihn frei galoppieren lassen. Es war mein erster Starter in einem Gruppe-Rennen.“
25 Pferde bereitet die Jungtrainerin in Hoppegarten vor, sorgt für viel neuen Schwung vor den Toren Berlins. Das beste Pferd ist mit Sicherheit Molly Max, der als siegloses Pferd nach Köln gereist war und nun zum großen Triumphator avancierte. Start-Ziel, eine Taktik, die auf der schnellen Bahn an diesem Tag häufig von Erfolg gekrönt war, beherrschte er die Konkurrenz, machte mit den Gegnern den „Molly“.











