Minarik & Figge sichern sich das M?nchener Championat

Großes Finale in Riem. Zehn Rennen standen auf der Karte für den letzten Renntag in München Riem, mit einem BBAG-Auktionsrennen als Höhepunkt des Tages. Im Zuge dieser zehn Prüfungen wurde in der bayrischen Landeshauptstadt auch das Münchener Championat entschieden. Zwei Protagonisten standen dabei im Blickpunkt.

Bei den Jockeys war vor dem finalen Renntag Filip Minarik in Vorteil, bei den Trainern sah man Wolfgang Figge in Front, der mit neun Siegen gegenüber Jutta Mayer führte und nur noch theoretisch hätte eingeholt werden können.

Bereits um 12 Uhr begann das große Saisonfinale. Lediglich fünf Kandidaten rückten in die Boxen zum ersten Rennen, dem Wolfgang Härtl-Memorial, über 2200 Meter ein. Das kleine Feld kam zusammen nachdem Rossetti, Diamond Diggins und Le Grand Bleu als Nichtstarter feststanden. In der Favoritenrolle standen Maistro und Tishko.

Maistro schlug dirket einen hohen Takt an, führte zwischenzeitlich mit fünf, sechs Längen vor Tisko vor Belle du Taillis. Erst im Schlussbogen schlossen die Verfolger langsam auf. An der Zielgeraden angekommen gehörte der Polish Summer-Sohn Tishko zu den ersten Angreifern und konnte Maistro schnell hinter sich lassen und einen überlegenen Sieg mit sieben Längen herausgelaufen. Maistro musste sich nach langer Führungsarbeit gar noch Belle du Taillis geschlagen geben. Am Toto zahlte der Schützling von Claudia Barsig aus dem Stall Korrekt 27:10. Vierter wurde Dragon Fly, als letzter kam der Galileo-Sohn Northern Galileo ins Ziel.

Das zweite Rennen, der Preis der Besitzervereinigung für Vollblutzucht- und Rennen über 1400 Meter, brachte eine faustdicke Überraschung der 732:10 Außenseiter Florenz verwies die versammelte elfköpfige Konkurrenz in diesem Zweijährigenrennen auf die Plätze. Zuvor hatte die favorisierte Nicaron-Tochter Crazy gemeinsam mit Learned Miss das Kommando übernommen. Doch auf der Zielgeraden schloss der Desert Prince-Sohn Florenz unter Daniele Porcu zu diesem Duo auf, kam außen energisch in Vorteil und kämpfte sich an den Zielpfosten. Eine halbe Länge nach dem Sieger kam die Big Shuffle-Tochter Learned Miss als Zweite ins Ziel.

Favoritensieg im dritten Rennen. Im Felix Schreiner-Memorial, ein Rennen für dreijährige sieglose Pferde über 1600 Meter, konnte die 27:10-Chance Arenus seinen ersten Sieg feiern. Zunächst aber marschierte Horatio Nelson lange an vorderster Position und bestimmte den Takt.

Er brachte das Feld noch in den Einlauf, wo er von Arenus, trainiert von Christian Sprengel, als erstes Pferd angriff. Der unermüdlich führende Horatio Nelson war bald geschlagen. Der Big Shuffle-Sohn Arenus entfernte sich leicht vom Rest des Feldes. Lange sah es auf der Zielgeraden danach aus, als könnte sich Targos, der beim letzten Start in München zeitgleich mit Arenus auf die Linie kam, fürs zweite Geld empfehlen, Precocious Kid kam aus fünfter Position stark heran und endete auf eben diesem Platz.

Für Filip Minarik war es im Hinblick auf das Münchener Championat ein wichtiger Sieg. Die Ehrenpreise gingen an den Stall tmb.

14 Kandidaten rückten zum Karin Ziegler-Memorial in die Boxen ein. Für die 1400 Meter stand die Singspiel-Tochter Bint Susu mit Partner Andreas Suborics in der Favoritenrolle und wurde ihrer Verantwortung gerecht. Der Schützling von Werner Glanz löste die Aufgabe völlig souverän. Kommentarlos ließ sie Irish Dragon eingangs der Zielgerade hinter sich. Der Kampf um die weiteren Plätze wurde zu einer spannenden Angelegenheit.

Vor allem der Halling-Sohn Festive Boy schien noch einmal angreifen zu können, kam aber im entscheidenden Moment nicht richtig weiter, so dass das Rennen vorne für die vierjährige Bint Susu leicht mit einer Länge Vorsprung gewonnen werden konnte. Aus dem hinteren Feld setzte Goldhexe zu einem ansehnlichen Schlussakkord und kam ins dritte Geld. Leoderprofi komplettierte die Viererwette.

Den Sieg im Dieter Brümmer-Memorial konnte sich Ordensfrau, aus dem Münchener Quartier von Wolfgang Figge holen. Die 98:10-Chance setzte sich über die Meile unter Johanna Bohl durch und verwies Quinero mit Partner Eugen Frank und Darshana unter Martin Seidl auf die Plätze Zwei und Drei.

Das Verkaufsrennen über 2000 Meter, dem Karheinz Busch-Memorial, war bis auf die letzten Meter hart umkämpft. Bis auf die Zielgeraden führte Thalamon das Feld bei gutem Tempo an. Doch an der 400 Meter-Marke setzte sich ein Trio ab und machte den Sieg unter sich aus. Dabei kam besonders die Indian Ridge-Tochter Signora stark auf.

Aus dem hinteren Feld steuerte Andreas Suborics die Sechsjährige ganz nach vorn, schloss zu den beiden führenden Pferden Obelisk und Cyperus auf und siegte am Ende doch leicht. Es war der dritte Tageserfolg für Werner Glanz und der zweite für Suborics, der damit bei zehn Siegen im Münchener Championat stand und bis auf zwei Siege zu Filip Minarik aufschloss.

Super Hector (96:10) konnte sich unter Andrasch Starke das Spreti-Memorial über 1400 Meter sichern. Der Surako-Sohn machte auf den letzten 200 Metern mächtig Dampf und kam mit raumgreifenden Schritten dem Ziel näher. Der lange in Führung liegende Favorit Govinda mit Champion Eduardo Pedroza wurde förmlich überrannt, sicherte sich aber mit einem Kopf Vorteil das zweite Geld gegenüber Van Tullian.

Die neunte Tagesprüfung musste vor allen Dingen eine Frage beantworten. Kann Andreas Suborics noch im Münchener Championats-Kampf eingreifen? Zwei Siege hatte „Subi“ vor diesem Rennen noch Rückstand. Bei noch zwei ausstehenden Rennen musste also ein Sieg her, um mindesten nach Siegen mit Filip Minarik gleich zu ziehen. Suborics ging mit Ducati in dieses Rennen über 2000 Meter und kündigte schnell seine Ansprüche an.

Er hielt den Auenadler-Sohn immer gut in der Partie und der Schützling von Christian Sprengel unterstützte ihn prächtig. Zuvor hatte Akatina mit Minarik das Kommando übernommen und das Feld lange Zeit angeführt, wollte den Sieg von vorne förmlich erzwingen.

Doch auf der Zielgeraden wurde die Desert Prince-Tochter kürzer. Andere übernahmen die Kontrolle. Bristol Bay wurde motiviert außen anzugreifen und auch Lady Fortune kündigte sich an. Doch dann kam Ducati mächtig stark auf und ließ sich den Sieg (35:10) nicht mehr nehmen. Lady Fortune und Bristol Bay folgten auf den Plätzen. Das letzte Rennen musste also über den Münchener Champion entscheiden.

Zum Halali stand zum letzten Rennen ein Ausgleich IV in den Programmheften. Auf die finalen 2100 Meter der Münchener Rennsaison gingen insgesamt 15 Pferde. Andreas Suborics hatte den Ritt auf Hassuna, Filip Minarik saß auf Maji Moto im Sattel.

Die Geschichte des letzten Rennens 2011 schrieb aber ein anderer Flash Fox mit Sabrina Wandt machten auf der Zielgerade deutlich, dass sie der letzte Seiger in Riem sein wollten. Gegen die entscheidende Attacke des Pentire-Sohns war nichts zu machen. Keiner konnte mehr folgen. Dieser Sieg bedeutete daher auch, dass sich im Championat nichts mehr verändert hat. Filip Minarik siegt mit 12 Erfolgen bei den Reitern und Wolfgang Figge steht mit 21 Saisonsiegen bei den Trainern ganz oben.

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