Es könnte sich als kluger Schachzug erweisen, mit Zazou am 30. März nicht noch einmal den World Cup, sondern die Godolphin Mile anzusteuern. Natürlich ist das Gruppe II-Rennen mit einer Million US-Dollar um 90% niedriger dotiert als das Highlight, aber das schlägt sich auch in der Qualität der Gegner nieder.
Außerdem war das Jahresdebut von Zazou in Chantilly realistisch betrachtet deutlich schwächer als das im Jahr 2012 an gleicher Stelle. Natürlich ist die Distanz ein Fragezeichen, denn Zazou hätte wohl kaum die meisten seiner Starts auf Mitteldistanzen bestritten, wenn er ein echter Meiler wäre.
Hingewiesen sei in diesem Zusammenhang auf die gängigen Distanzwechsel australischer Stars und vielleicht auch noch einmal auf Manduro. Den ehemaligen Ullmann-Galopper hatte man auch als Mitteldistanzler abgeheftet, bevor ihn Andre Fabre über einen Meile im Marois 2007 zu einem seiner größten Triumphe führte.
Favorit dürfte in der Godolphin Mile Scheich Hamdans Soft Falling Rain werden, den Mike De Kock zu seinen fünf Siegen bei ebenso vielen Starts führte. Eigentlich muss seine prominente Wettmarkt-Stellung zu diesem Zeitpunkt der Saison verwundern, handelt es sich bei dem National Assembly-Sohn doch um einen Dreijährigen, der erstmals auf ältere Gegner trifft.
Zu bedenken gilt es aber, dass der Hengst auf der südlichen Welthalbkugel zur Welt gekommen und somit um ein halbes Jahr älter als europäische Dreijährige ist. Nach einem Gruppe I-Sieg in seiner südafrikanischen Heimat und einer Pause hat er beim Carnival jedenfalls zwei Galas gegen relativ mittelmäßige Altersgefährten abgeliefert, was er nun mindestens wiederholen muss.
Als Alternative könnte sich Surfer anbieten, der Ende 2012 in Meydan über eine Meile und 1.400 Meter gewann, bevor er in diesem Jahr erstmals über 2.000 Meter antrat. Dabei war er jeweils um gut drei Längen geschlagen Zweiter und zuletzt Vierter zu Hunter’s Light, der mittlerweile als World Cup-Favorit gilt.
Zuletzt am 9. März stand er auf der Geraden kurz Kassiano bei dessen Angriff im Weg und war im Ziel eine halbe Länge hinter dem zweitplatzierten Ex-Deutschen zurück, der nun als vielleicht chancenreichster Außenseiter im World Cup nach den Sternen greift. Das sind Ellen mit viel Qualität, die Surfer nun über 1.600 Meter bestätigen muss. (Zum Langzeitmarkt)












