Drei Renntage gibt es noch in diesem Jahr. Alle Championate stehen fest, der letzte Titel der theoretisch noch nicht vergeben ist, ist der der Berufsrennreiter. Aktuell steht es zwischen den beiden Protagonisten Bauyrzhan Murzabayev und Maxim Pecheur 108 zu 98. Bei 20 ausgeschriebenen Rennen wäre deshalb theoretisch noch alles möglich. Bei ihrem das ganze Jahr über andauernden Kampf um die deutsche Jockeykrone haben beide mit ihren Ritten rund eine Million Euro verdient, der eine etwas mehr, der andere etwas weniger. Und es muss immer noch nicht Schluss sein.
Doch wer die Nennungsergebnisse für die noch ausstehenden Prüfungen in den letzten Tagen verfolgt hat, dem sollte aufgefallen sein, dass Pecheur, der sich in diesem Jahr europaweit 117 Siege freuen konnte, für die Renntage in Mülheim (26.12.) und Dortmund (29.12.) keine Ritte mehr angenommen hat. Das hieße im Umkehrschluss: Bauyrzhan Murzabayev ist der Titel des Jockey-Champions 2019 nicht mehr zu nehmen.
„Wir beide verstehen uns wirklich gut, hatten neben der harten Arbeit auch eine ganze Menge Spaß zusammen. Am Ende hat Bauyrzhan sich den Titel, zu dem ich ihm hier schonmal vorab von ganzem Herzen gratulieren möchte, redlich verdient. Er ist ein sehr talentierter Reiter und gehört genau wie ich noch zu den Jüngeren in unserem Beruf. In der Zeit wo immer von Nachwuchsproblemen gesprochen wird, freut mich es mich natürlich ganz besonders, dass die junge Garde mal wieder auf sich aufmerksam machen konnte. Normalerweise gebe ich auch immer alles, bis eine Niederlage faktisch feststeht. Aber zehn Punkte an drei Renntagen aufzuholen, das kann ich nicht mehr schaffen. Vor allem weil Bauyrzhan ja auch gute Ritte hat“, analysiert Pecheur am Dienstagmittag gegenüber GaloppOnline.de.
Pecheur, der am Sonntag in Dortmund seine letzten Ritte für das Jahr 2019 ausführen wird, wird danach in den wohlverdienten Weihnachtsurlaub starten. Pecheur: „Nach dem Renntag in Dortmund reise ich zusammen mit meiner Frau in Richtung Deauville, um dort gemeinsam mit meinen Eltern, die dort in der Nähe wohnen, Weihnachten zu feiern. Im neuen Jahr bin ich dann wieder voll da und starte einen neuen Angriff auf das Championat,“…auf den man sich vor allem aus Zuschauersicht schon jetzt wieder freuen darf.













