Wenn ein Pferd in den vergangenen knapp zwei Jahren bei dreizehn Starts nicht weniger als neun Mal als Sieger die Ziellinie passiert und außerdem nie schlechter als Zweiter war, kann man getrost vom besten Meiler Deutschlands sprechen. Fünf Grand Prix-Rennen gewann gewann Alianthus bei sechs Starts 2011. Eine tolle Bilanz.
Am Sonntag startet der Schlenderhaner auf der Neuen Bult in einem kleinen, aber feinen Feld des mit 55.000 Euro dotierten und über 1.600 Meter führenden Preis der VGH Versicherungen. Nur sechs Pferde rücken in diesem Jahr in die Startboxen ein.
Schlenderhans Privatjockey Adrie de Vries, wie gewohnt im Sattel des Hernando-Sohns, wählt gerne die Start-Ziel Taktik und reist als Führender der deutschen Jockeystatistik mit 39 Jahressiegen an.
Interessant zu sehen wird auch sein, wie Stall Nizzas Amarillo aus der Kölner Erfolgsschmiede von Asterblüte-Trainer Peter Schiergen als einer von zwei Dreijährigen im Feld und mit 6,5 Kilos weniger als Höchstgewicht Alianthus an dessen Favoritenrolle kratzen kann.
Denn gerade in San Siro hinter dem Italiener Vedelago zeigte Alianthus in der dortigen Gruppe III-Prüfung eine gleichwohl starke Leistung, bei dem ihm keinesfalls ein Zacken aus der Krone gefallen ist.
Doch die Dreijährigen scheinen in diesem Jahr richtig gut gerüstet zu sein, wie man jüngst in Dortmund durch All Shamar oder in Niederrad durch Arabian Falcon und The Call beobachten konnte.
Amarillo trägt ebenso wie Eckhard Saurens Final Destination 53, 5 Kilo und wird von Filip Minarik gesteuert. Der Holy Roman Emperor-Sohn des Stalles Nizza lieferte gegen den Engländer Caspar Netscher unter Jockey Shane Kelly im Mehl-Mülhens-Rennen im Weidenpescher Park jüngst eine sehenswerte Partie ab, so dass man auf dieses Duell mit Alianthus wirklich gespannt sein darf.
Diesmal ist Shane Kelly wieder mit von der Partie, er sitzt im Sattel des Hickst-Schützlings Nafar. Dieser endete schon deutlich hinter Alianthus in Köln, allerdings musste der Singspiel-Sohn damals noch den Nachteil des Saisondebüts in Kauf nehmen. Hinter dem Hickst-Schützling endete im Weidenpescher Park auch Ganimed, im Training bei Miltcho Mintchev. Danach landete der Cadeaux Genereux-Sohn auf Listenebene in Rom auf Rang vier. Hier sieht es im Schnitt schwieriger aus.
Weitaus chancenreicher sieht da, nimmt man die Papierform als Maßstab, Empire Storm aus. Der Earl of Tinsdal-Verwandter, reist mit zwei Gruppe III-Platzierungen an. Seine Düsseldorfer Form zu Alianthus und dem kürzlich in Ascot stark laufenden Indomito wurde demzufolge aufgewertet.
Danach sollte der Wöhler-Schützling auf jeden Fall Beachtung finden. Schwer einzuschätzen sind die bisherigen Leistungen des Hofer-Schützlings Final Destination, einem weiteren Dreijährigen im Feld, der bei allen seiner bisherigen sechs Starts in Frankreich abolvierte und mit zwei Listenplatzierungen im Gepäck die Reise Richtung Hannover antreten wird.










