Man kann nicht sagen, dass es ein schlechter Tag für den irischen Turf-Tycoon JP McManus war, doch das I-Tüpfelchen auf die starken Leistungen seiner Pferde fehlte am Tag 1 des Cheltenham Festivals. Zwei Rennen gewannen die Pferde in den grün-gold-weißen Farben, aber in der wichtigsten Prüfung wurde sein Favorit Binocular nur Dritter (Foto links).
Doch der Reihe nach. Zunächst setzte sich der von Jonjo O’Neill für McManus trainierte 60:10-Favorit Wichita Lineman in der William Hill Trophy Handicap Chase (Grade III) nach einem dramatischen Rennen durch.
Immer im Mittelfeld liegend mochte man nach zahlreichen Fehlern nicht mehr viel auf den King’s Theatre-Sohn geben, doch unter einem Wahnsinnsritt von Tony McCoy arbeitete er sich Meter um Meter nach vorne, passierte einen Gegner nach dem anderen.
Dennoch mochte man nach dem letzten Sprung nicht mehr auf einen Sieg des Achtjährigen wetten, denn Maljimar ging an der Spitze einfach zu gut und sah wie der Sieger aus. Doch Wichita Lineman kam immer näher und genau auf der Linie hatte McCoy zugeschnappt. Es war so etwas wie der Ritt des Jahres, den der Meisterjockey da hingelegt hatte.
Doch 40 Minuten später war das Glück Tony McCoy auf dem Favoriten Binocular im Champion Hurdle nicht hold. Zwar hatte der 25:10-Favorit Binocular (Trainer Nicky Henderson) in einem schnell gelaufenen Rennen lange alle Chancen, doch in einem dramatischen Endkampf ging der Sieg an seinen Trainingsgefährten Punjabi, der zur Quote von 230:10 minimal vor dem zweiten Favoriten Celestial Halo blieb, der aus der Spitzengruppe nie nachließ und ebenfalls ein starkes Rennen lief.
Punjabi war im Vorjahr Dritter im Champion Hurdle gewesen. Sein Jockey Barry Geraghty hatte eineinviertel Stunde zuvor mit Forpadytheplasterer bereits die Arkle Chase gewonnen, konnte also seinen zweiten Grade I-Sieg an diesem Nachmittag feriern und avancierte damit zum Jockey des Tages.
Entschädigt wurde JP McManus dann aber in der Glenfarcias Handicap Chase, einem Cross Country-Jagdrennen über 6200 Meter, denn mit Garde Champetre, L’Ami und Drombeag trugen die Reiter der drei Erstplatzierten seinen Renndress. Alle drei Pferde kommen aus dem Quartier von Emma Bolger. Mit Garde Champetre und Nina Carberry setzte sich dabei genau das Siegerteam dieses Rennens von 2008 durch.











