Am Freitag standen in Iffezheim keine Galopprennen auf der Karte, dafür zog es die Menschen in die Auktionshalle der Baden-Badener Auktionsgesellschafft (BBAG). Mit der Frühjahrs-Auktion der BBAG, die um 15 Uhr begann, fand an diesem Tag traditionell die erste Auktion auf deutschem Boden in diesem Jahr statt.
Zum Top-Seller der Auktion avancierte bereits früh am Tag die Lot-Nummer 22, eine Maxios-Tochter aus der Sarabia. Die Halbschwester des Listensiegers Simba wurde von Philip Prevost Baratte angeboten. Den Zuschlag erhielt Stuart Bowman, der für Blandford Bloodstock in der Halle saß. Der Hammer für die zweijährige Stute, die bei der morgendlichen Breeze up zu gefallen wusste und die aus der Zucht des Gestüts Fährhof stammt, fiel bei 55.000 Euro.
Für 49.000 Euro erhielt das Adelresort von Adel Massaad den Zuschlag für einen zweijährigen Camelot-Hengst, der von Huggon Blodstock angeboten wurde. Die Mutter des Hengstes, der als Lot-Nummer 84 in den Ring kam, ist nicht gelaufen. Seine zweite Mutter ist Danehurst, die 2002 Champion der älteren Stuten in Italien war. Die Danehill-Tochter stammt aus der Zucht des Cheveley Park Studs und ist mehrfache Gruppesiegerin. U.a. gewann sie im Jahr 2002 die Big Shuffle Flying Five Stakes auf Gruppe II-Ebene, im July Cup desselben Jahres wurde sie auf Top-Level Dritte.
Auch Andreas Löwe war bei der BBAG aktiv. Für den Stall Hubertus erwarb er für 43.000 Euro die Stute Burning Rose (Lot 39) aus dem Angebot des Stalles Moorbock. Die zweijährige Adlerflug-Tochter aus der Burning Heat ist ein Neustart für die Besitzer, die früher schon Pferde bei Löwe in Training hatten. „Sie haben die Lust wieder entdeckt“, so Andreas Löwe, der seit seinem Karriereende als Trainer die Agentur „Andreas Löwe – Vollblutservice“ leitet, gegenüber GaloppOnline.de.
Manfred Schmelzer sicherte sich für 30.000 Euro Lot 12. La Padera, eine 2016 geborene Wiesenpfad-Stute aus der 88 Kilo-Stute La Dane, ist eine Halbschwester der auf Listenparkett erfolgreichen Lagalp. Das Gestüt Bona zeichnete hier auf der Verkäuferseite verantwortlich.
Nach dem Rückzug des Röttgener Degas war der im Herzog von Ratibor-Rennen 2017 platziert gelaufene Meldodino aus dem Angebot des Gestüts Hofgut Heymann eines der interessantesten dreijährigen Pferde an diesem Tag. Letztlich wurde der von Karl Demme in Köln trainierte Dabirsim-Sohn, der zudem eine Nennung für das Deutsche Derby hat, für 26.000 Euro zurückgekauft und kehrt in seine Box im Weidenpescher Park zurück.












