Vor zwölf Monaten gewann kein Geringerer als der Fährhofer Quijano das frühere Ossian-Rennen, das inzwischen als Preis der Gemeinschaft Altenschlirf firmiert. Ein verpflichtendes Vorbild für den aktuellen Sieger Maremotto. Jean-Pierre Carvalho (Foto), für den es als Freelancer weiterhin blendend läuft, wusste in diesem 2000 Meter-Ausgleich II offenbar ganz genau, was er in der Hand hatte.
Start-Ziel legte er Längen zwischen sich und die Konkurrenz, der vierjährige Waky Nao-Sohn im Besitz des Münchener Rennvereins-Präsidenten Wolfgang Wille verabschiedete sich auf drei Längen von den Außenseitern Pompidou und Amanka, während der Dreijährige Marzipan bald genug hatte.
Werner Glanz bereitet Maremotto in München vor, dürfte mit ihm noch so manchen Coup landen. Die Wetter lagen wieder einmal goldrichtig, enn karge 20:10 gab es im kleinen Sechserfeld auf den Wallach.
In der Wettchance des Tages gab es einen völlig formgemäßen Einlauf, als sich Wolfgang Gülchers Lokalmatador Millefeuille gegen Saldenarie, Cyclonic und Irish Pearl durchsetzte. Die Viererwette zahlte 3.474:10 Euro. Zum ersten Doppelsieger des Meetings avancierte Stall Australias von Mario Hofer trainierter Crossbill (Andreas Suborics) im Ausgleich IV.
Nie vergessen dürfte Besitzertrainerin Birgit Lenz aus Haltern am See diesen sonnigen Nachmittag. Denn nach dem Treffer mit Capitain Rodgers, den sie auch selbst ritt, gewann sie mit dem neunjährigen Strindberg, dem Bruder des hochtalentierten Seebald, den Julian Marinov steuert, auch den Preis von Bühl. In diesem Jagdrennen zahlte er 371:10 auf Sieg.
Am Freitag verfolgten 11.289 Zuschauer die zehn Rennen (vor zwölf Monaten waren es 10.548 gewesen). 891.109,50 Euro flossen durch die Kassen. Das ist in absoluten Zahlen zwar mehr als 2006, doch gab es vor Jahresfrist nur acht Prüfungen. Der Schnitt pro Rennen ging von 108.252 Euro auf 89.110 Euro deutlich zurück (-17 Prozent).











