Mit der Veranstaltung rund um den Prix du Moulin de Longchamp wird die große französische Herbstsaison eingeleitet. Und wie am kommenden Sonntag wird die Longchamp-Bahn im Bois des Boulogne oft im Mittelpunkt stehen. Höhepunkt der Autumn-Season ist das Arc-Meeting am ersten Oktober-Wochenende.
300.000 Euro werden im Prix du Moulin de Longchamp auf der Meile am kommenden Sonntag ausgeschüttet. Einen neuen Versuch, endlich den ersten und längst verdienten Gruppe I-Treffer in seiner Karriere zu landen, unternimmt Georg Baron von Ullmanns von Andre Fabre trainierter Manduro (Foto).
Bei elf Starts kam der Monsun-Sohn zu fünf Siegen, fünf Platzierungen und einem vierten Rang. Doch der Gruppe-I-Erfolg, der will einfach nicht gelingen. Am nächsten dran war Manduro im Frühjahr in Longchamp im Prix d‘ Ispahan, als der Hengst aus der Zucht von Rolf Brunner mit einem kurzen Kopf Laverock den Vortritt lassen musste.
Rang drei im „Ganay“, die gleiche Platzierung in den Prince of Wales’s Stakes von Royal Ascot und schließlich Rang zwei im Jacques le Marois vor wenigen Wochen in Deauville, das sind die diesjährigen Gruppe-I-Referenzen des Ullmann-Hengstes, der wahrlich einen Erfolg auf diesem Parkett verdient hätte.
Mit Christophe Soumillon im Sattel soll der Bann nun im „Moulin“ gebrochen werden. Andre Fabre hat gerade in jüngster Zeit in diesem Meilenklassiker der Herbstsaison eine gute Bilanz. So, wie sich die aktuelle Wetterlage zeigt, sollte das Geläuf in Longchamp am Sonntag elastisch sein, wogegen Manduro bekanntlich nichts einzuwenden hat.
Seinen ersten Gruppe-I-Erfolg unter Dach und Fach zu bringen, wird für den Fabre-Schützling kein leichtes Unterfangen werden, denn er trifft auf die aktuell besten Meiler Europas. Somit wieder auf Librettist, der auf einen Hattrick in Frankreich zielt. Frankie Dettori wird der Partner des Godolphin-Hengstes sein, der zuletzt in leichter Manier den Jacques le Marois gegen Manduro gewann.
In diesem Gruppe-I-Rennen endete Stormy River, der zuvor den Prix Jean Prat gewonnen hatte, auf Platz vier, was sicherlich einer kleinen Enttäuschung gleich kam. Allerdings hatte es der dreijährige Clement-Schützling erstmals mit älteren Pferden zu tun, was natürlich am Sonntag erneut der Fall sein wird.
Mit Irish 2000 Guineas-Sieger Araafa, der zudem die St. James’s Palace Stakes während Royal Ascot gewann, tritt ein weiterer Klassemeiler im „Moulin“ an. Mick Kinane wird der Partner des Mull of Kintyre-Sohnes sein. An die Stätte seines Triumphes kehrt Court Masterpiece zurück. Während des vorjährigen Arc-Meetings gewann der von Ed Dunlop trainierte Polish Precedent-Sohn den Prix de la Foret gegen Caradak, dem aktuellen Gewinner der Celebration Mile.
Noch besser als alle anderen Leistungen aber liest sich der letzte Erfolg von Court Masterpiece, als er die Sussex Stakes von Godwood gegen Soviet Song gewann. Wie in Goodwood ist erneut Jimmy Fortune der Partner.
Mit einem aktuellen Gruppe-I-Sieg im Gepäck reist die von Clive Brittain trainierte Rajeem nach Paris. Die Stute überraschte in den Falmouth Stakes als 510:10-Außenseiterin.
Quiet Royal wird erstmals von Carlos Laffon-Parias, Schwiegersohn von Criquette Head-Maarek, gesattelt. Die Stute hatte nach dem „split“ zwischen den Wertheimer-Brüdern und Trainerin Criquette Head-Maarek deren Quartier verlassen. Nach ihrem fünften Rang im Prix Maurice de Gheest übte die Chantilly-Trainerin massive Kritik am Ritt von Oliver Peslier und war zu einer weiteren Zusammenarbeit mit ihm nicht mehr bereit.
Aus Loyalität zu ihrem Stalljockey ließen die Wertheimer Brüder daraufhin die Pferde aus dem Head-Maarek-Quartier abziehen. Carlos Laffon- Parias: „Wenn Quiet Royal gewinnt, danke ich meiner Schwiegermutter, falls sie verliert, ist es meine Schuld.“










