Als Dritte im letztjährigen Schimmel-Derby hatte die Dashing Blade-Tochter Lilia bereits auf sich aufmerksam gemacht, doch einen Listensieg trauten ihr nur wenige zu. Aber die von Erika Mäder trainierte Lady wartete am Freitag im Credit Suisse-Rennen – Hanshin-Cup in Hamburg mit enormer Steigerung auf in einem allerdings wenig aufregend besetzten Rennen.
Mit gewaltigem Speed beherrschte die Außenseiterin die Konkurrenz. Es entwickelte sich ein sehr langsam gelaufenes Rennen, wobei Spectra vor Lumen die Pace bestimmte, die Favoritin Algarade und die außen daneben galoppierende Lilia waren dichtauf vor Polyanta, dahinter sah man Lavana vor Now Again und Foreign Music.
Spectras Reiter konnte vorne in Ruhe schalten und walten, doch schon zu Beginn der Geraden hatte die Graditzerin ausgespielt und musste Lumen weichen, aber auch diese konnte sich nicht mehr lange der Spitze erfreuen, denn in bester Haltung ging Lilia (136:10), und Jean-Pierre Carvalho stellte innerhalb weniger Galoppsprünge denn auch die Weichen auf Sieg.
Sofort setzte sich die Apel-Stute ab und stand als Überraschungssiegerin fest. Enorm viel Boden gut machte noch Foreign Music, die vieles gegen sich hatte. Von letzter Stelle musste sie bei dem langsamen Rennen agieren, lief sich im Einlauf gleich mehrfach fest.
Sehr gute Reserven hatte auch noch Polyanta, die sich noch vor Now Again schob, die nicht ganz durchzog und der der Weg etwas zu weit geworden sein könnte. Enttäuschend früh genug hatte aus bester Lage Algarade. ‚Es war zu wenig Tempo‘, sagte Kirsten Rausings Racing Manager Lord John FitzGerald.
‚Ich hatte mit einer Platzierung unter den ersten Dreien gerechnet‘, versicherte Lilias Trainerin Erika Mäder. ‚Beim letzten Start saß sie lange fest. Nun gehen wir ins Grupperennen.‘











