Es ist die Hochphase der Qualifikation für das Idee 141. Deutsche Derby. Schon bei seinem Münchener Einstandserfolg hinterließ der Ittlinger Lyssio (Foto) einen glänzenden Eindruck. Und diese Vorstellung toppte der von Peter Schiergen trainierte Motivator-Sohn am Sonntag in Krefeld in einem 2200-Meter-Rennen nochmals.(Video ansehen)
Denn unter Andreas Göritz verabschiedete sich der Hengst in der Manier eines großen Stehers als 21:10-Favorit völlig überlegen von Stand My Ground und Titus Claudius, während der hochgehandelte Co-Favorit Milago als Vierter ebenso wie der früh geschlagene Soberania-Bruder Sternenwind blass blieben. Man darf auf die nächsten Auftritte Lyssios sehr gespannt sein.
‚Wir hatten einen idealen Rennverlauf. Lyssio hat sich sehr leicht gelöst, obwohl er noch immer ein großes Baby ist‘, sagte Siegjockey Andreas Göritz.
In einem dramatischen Finish der beiden nach GAG am stärksten empfohlenen Pferde klang die 1700-Meter-Prüfung aus. Bis kurz vor der Linie hatte Schützentraum (47:10, Andreas Helfenbein, GAG 75 Kilo) alles für sich, dann drehte an der Innenseite plötzlich von weit hinten die Favoritin Good Hope (Andreas Göritz, GAG 83 Kilo) so richtig auf.
Erst das Foto konnte die Entscheidung bringen, und hier hatte der von Uwe Ostmann für Walter Busch vorbereitete Schützentraum hauchdünn das bessere Ende. Der Okawango-Sohn verkaufte sich als Youngster bereits im Badener Auktionsrennen gut und sollte noch mehr zu bieten haben. Auch Schulte endete als Dritter vor dem lange prominenten, nicht immer glücklichen Again Sam dichtauf.
‚Das war heute eine deutliche Steigerung, denn er musste unterwegs viel leisten, bekam immer Druck‘, berichtete Siegtrainer Uwe Ostmann. ‚Schützentraum macht in einer ähnlichen Aufgabe weiter, aber danach haben wir die Auktionsrennen weiter im Hinterkopf.‘
Ausgezeichnet führte sich Dr. Christoph Berglars Warsaw Ballett in der Wettchance des Tages (2050 m) für ihren neuen Betreuer Andreas Wöhler ein. Trotz einer äußeren Startnummer landete die 42:10-Mitfavoritin einen sicheren Erfolg über die 929:10-Chance Murakami, Corumba und Tropenfeuer. Während die Dreierwette stolze 55.107:10 zahlte, wurde die Viererwette nicht getroffen!
‚Auf diesem Boden war das eine starke Leistung, sie hat Nennungen für alle möglichen besseren Rennen‘, ließ Co-Trainerin Christa Germann zur Siegerin durchblicken, die kürzlich nur an Diana-Kandidatinnen wie Waldjagd und Lagalp gescheitert war.









