Der Ex-Derbysieger Lucky Speed aus dem Stall von Peter Schiergen gewann am Sonntagabend 22.50 Uhr deutscher Zeit mit Andrasch Starke auf der Rennbahn Arlington Park die mit 350.000 US-Dollar dotierten St.Leger Stakes der Gruppe III über 2700 Meter.
Der fünfjährige Silvano-Sohn des Stalles Hornoldendorf gewann als 40:10-Chance nach einem Rennen aus dem erweiterten Vordertreffen sehr sicher gegen Panama Hat und den drittplatzierten 31:10-Favoriten Hyper. Ein wie immer abgeklärt reitender Andrasch Starke hielt Lucky Speed, der aus der Zucht des Gestüts Hof Ittlingen stammt, unterwegs an fünfter Position hinter den Außenseitern Alpha Kitalpha und Az Ridge, die eine zügige Fahrt vorlegten. Als es vorm Schlussbogen zur Sache ging und sich die Favoriten in Position brachten, war auch „Andrasch“ mit „Lucky“ zur Stelle. Bereits im Einlauf lag er an zweiter Position, zog ab Mitte der Geraden souverän in Front, siegte sehr leicht und das obendrein in neuer Bahnrekordzeit.
„Ich hatte eigentlich immer ein gutes Gefühl und wir wussten, dass Lucky Speed zuletzt in Woodbine auf zu kurzer Strecke schon gut genug gelaufen war. Ich bin so glücklich, es ist mein erster Sieg in den USA, einfach toll“, sagte Andrasch Starke vom Pferd herunter ins Mikrophon.
Andreas Wöhlers Neuzugang Goldstream zeigte als Vierter beim ersten Start für sein Ravensberger Quartier in den mit 450.000 US-Dollar dotierten Secretariat Stakes (Gr.I) über 2011 Meter eine gute Leistung, zumal sein Reiter Brenton Avdulla ihn im Schlussbogen sehr überstürzt versuchte in Position zu bringen. Gewonnen wurde die Gruppe I-Prüfung von Aidan O’Briens dreijährigem 32:10 Co-Favoriten Highland Reel, der mit Seamie Heffernan völlig überlegen mit etlichen Längen gegen den Zweiten Closing Bell und den 28:10-Favoriten Force The Pass siegte.
In der folgenden Aufgabe, den mit 700.000 US-Dollar dotierten Beverly D. Stakes (Gr.I) für Stuten über 2092 Meter kam Waldemar Hickst‘ Lacy seit ihrem letzten Platz im Prix Allez France von Ende April zum ersten Mal wieder an den Ablauf, konnte in der stark besetzten Gruppe I-Prüfung allerdings keinerlei Akzente setzen und wurde mit Eddy Pedroza Vorletzte von zehn Startern. Gewonnen wurde die Gruppe I-Prüfung von Secret Gesture, die Qatar Racing Ltd. gemeinsam mit Andreas Jacobs‘ Newsells Park Stud gehört. Doch die fünfjährige Galileo-Tochter, die vor zwei Jahren Zweite zu Penelopa im Henkel-Preis der Diana war, musste wegen Behinderung der drittplatzierten US-Amerikanerin Stephanie’s Kitten, die ihr letztes Rennen vor ihrem Wechsel in die Zucht bestritt, disqualifiziert werden und wurde auf den dritten Platz gesetzt. Chad Browns Watsdachances gewann somit das Rennen am „grünen Tisch“.
Der letzte von vier deutschen Startern am Arlington Million-Tag, Andreas Wöhlers Wake Forest, zeigte in der mit einer Million US-Dollar dotierten Arlington Million über 2011 Meter der Grasbahn als Sechster ein anständige Form, besaß allerdings in der schnell und ruppig gelaufenen Gruppe-Aufgabe keine Endkampfchance. Gewonnen wurde die berühmte „Million“ von The Pizza Man, der als 69:10-Chance nach Kampf knapp gegen Chad Browns 40:10-Favoriten Big Blue Kitten und den drittplatzierten Außenseiter Shining Copper zum Zuge kam.










