Lucky Lion löst Pflichtaufgabe souverän

Man kann nicht gerade behaupten, dass das fünfte Rennen der Mülheimer Samstagskarte das spannendste in der Geschichte des Mülheimer Rennvereins war, denn es kamen lediglich vier Pferde in der 2000 Meter-Prüfung an den Start, und dazu gab es auch noch einen 10:10-Favoriten.

Doch interessant war das Rennen aus sportlicher Sicht trotzdem, denn eben dieser Favorit war kein Geringerer als der letztjährige Derby-Zweite und Gruppe I-Sieger Lucky Lion, der das Rennen als Aufgalopp für die geplante Titelverteidigung im Großen Dallmayr-Preis in München nutzte. Nach der enttäuschenden Leistung im Prix d’Harcourt, die durch einen Infekt erklärt wurde, wollte man dem High Chaparral-Sohn des Gestüts Winterhauch noch einmal ein Rennen geben, bevor er in München antritt.

Und unter Andrasch Starke setzte sich der Vierjährige nach einem Rennen von der Spitze aus dann auch erwartungsgemäß überlegen durch. Mitte der Zielgeraden verabschiedete sich der Löwe-Schützling nur mit den Händen nach Hause geritten von der Konkurrenz, und kam als überlegener Sieger mit einem Vorsprung von viereinhalb Längen vor dem Lokalmatadoren German Rules über die Linie, hinter dem Jule die Volksdreierwette komplettierte (Zum Video).

„Es lief alles nach Plan, er war auch ruhig und relaxed“, erklärte Siegjockey Andrasch Starke dem Trainer Andreas Löwe nach dem Rennen. Dieser verpflichtete den Topjockey dann auch gleich für das Münchener Gruppe I-Rennen.

Der erste Teil der Mülheimer Karte beim Saisonfinale stand ganz im Zeichen von Trainer Waldemar Hickst, denn der Kölner Coach stellte im ersten Rennen, dem Sieglosenrennen für die älteren Pferde über 2000 Meter, mit der Ittlingerin Laya (Andrasch Starke, 15:10), sowie bei den Dreijährigen mit Stall Grafenbergs Debütanten Waky Sol (Alexander Pietsch, 50:10) den Sieger.

In den unteren Handicaps über 2300 Meter, und über 1400 Meter, gab es für die Favoriten nichts zu holen. In der Steherprüfung kam der von Hans Blume trainierte Wallach Blue Night (Stephen Hellyn, 103:10) zu seinem zweiten Sieg in Folge, als er nach Zielfoto gegen Pegretta zum Zuge kam. In dem Fliegerhandicap setzte sich mit Speed Sascha Smrczeks Miss Amber (Tommaso Scardino, 59:10) durch.

 

 

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