Lucky Lion gewinnt souver?n das Mehl-M?lhens-Rennen

Trotz seiner Gala im Dr. Busch-Memorial war der von Andreas Löwe für das Gestüt Winterhauch trainierte Lucky Lion (Foto) am Sonntag im Mehl-Mülhens-Rennen, den German 2.000 Guineas (Gr.II, 1600 m, 153.000 Euro) nicht einmal als Favorit an den Start gegangen. Denn diese Rolle spielten die Wetter überraschend dem Auenqueller Andoyas zu.

Während Lucky Lion, auf dem erstmals der Franzose Ioritz Mendizabal im Sattel Platz nahm, 29:10 am Totalisator notierte, als sich die Boxen öffenten, gab es auf Andoyas, der in Krefeld als Dritter hinter Lucky Lion und Nordico war, nur eine Eventualquote von 26:10, so stark war der Hirschberger-Schützling, für den man mit Olivier Peslier ebenfalls einen französischen Spitzenjockey verpflichtete, am Toto unterstützt worden (Video ansehen).

Doch am Ende gab es im ersten deutschen Klassiker genau die gleiche Zweierwette wie in dem Gruppe III-Rennen im Krefelder Stadtwald, denn Lucky Lion gewann gegen Nordico, hinter dem dessen Stallgefährte Stillman auf den dritten Platz kam, und somit die gleiche Dreierwette wie im Dr. Busch-Memorial, als Andoyas Dritter war, verhinderte.

Wie in Krefeld war allerdings Andoyas der große Pechvogel des Rennens, denn als es in die Zielgerade ging, wurden er und Nadelwald vom bis dahin führenden englischen Gast Cordite (er wurde am Ende Fünfter) krass behindert, der gar nicht um den Bogen kam und die außen von ihm liegenden Pferde mitnahm, was diese natürlich viel Schwung kostete.

Lucky Lion dagegen kam an der Innenseite dadurch eingangs zur Zielgeraden beinahe mühelos an die Spitze und hatte von da an, alles im Griff. Nordico konnte auf den High Chaparral-Sohn, der allerdings in Front liegend wieder etwas wackelte, nie Eindruck machen. Eineinhalb Längen Vorsprung hatte Lucky Lion auf der Linie von Nordico bis zu Stillman waren es dann noch einmal zweieinhalb Längen, dichtauf waren dann Andoyas und Cordite, der Rest hatte nie eine Chance.

‚Das ist natürlich toll, heute feiern wir erst einmal und ab Morgen denke ich darüber nach, wie wir weiter machen‘, so Siegtrainer Andreas Löwe nach dem Rennen.

Jockey Ioritz Mendizabal empfahl, Lucky Lion für den Prix du Jockey Club nachzunennen. ‚Ob er 2400 Meter kann, weiß ich nicht, aber für das französische Derby wäre er interessant. Ich würde ihn dort gerne reiten‘, sagte der Franzose bei der Siegerehrunf nach dem Rennen.

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