Lovelyn holt auf „ihrer“ Bahn Gruppe I-Lorbeer

Gestüt Ittlingens dreijährige Tiger Hill-Tochter Lovelyn aus dem Stall von Peter Schiergen siegte am Sonntag auf der Mailänder Rennbahn San Siro, auf der sie am 31. Mai in den Italian Oaks auf Gruppe II-Niveau triumphierte, im mit 242.000 Euro dotierten Premio Jockey Club auf Gruppe I-Level. Manfred Ostermanns Klasse-Stute siegte über 2400 Meter nach einem souverän vorgetragenen Glanz-Ritt von Andrasch Starke – was man bei dem Starjockey nicht wirklich erwähnen muss – sehr leicht gegen Stefano Bottis 14:10-Favoriten Dylan Mouth und Duca Di Mantova, der als Dritter den Pfosten passierte.

Starke hielt Lovelyn unterwegs auf dem sehr schweren Geläuf in hinteren Regionen und erreichte bei zügigem Tempo sogar als Letzter den Einlauf. In der Geraden brachte unser Jockey-As, der sich schon im Interview aus dem Führring sehr optimistisch über die Chancen der Ittlinger Lady geäußert hatte, seine Stute in aller Seelenruhe an der Außenseite auf dem besten Boden in Position und ging ca. 200 Meter vor der Linie in Front. Ab dann war der erste Gruppe I-Sieg der Tiger Hill-Tochter aus Manfred Ostermanns Vorzeige-Familie des grandiosen Lando nur noch eine Formsache, so deutlich beherrschte Lovelyn die Konkurrenz. Es war der dritte Gruppesieg der Stute, die nach ihrem italienischen Klassiker auch noch den Hansa-Preis in Hamburg auf Gruppe II-Ebene gegen die älteren Grand Prix-Spezialisten gewonnen hatte.

„Alles gut, der Boden war schwerer als erwartet, aber Andrasch hat genau die richtige Spur gewählt, das war richtig klasse. Ich denke schon, dass Lovelyn im nächsten Jahr im Training bleibt und wir mit ihr erneut auf diesem Niveau angreifen werden“, sagte ein sehr zufrieden wirkender Peter Schiergen vom Mailänder Flughafen aus gegenüber GaloppOnline.de, kurz vor dem Einsteigen in den Flieger. 66:10 für 10 Euro Einsatz gab es am Toto für Lovelyns Sieg.

Die zweite deutsche Teilnehmerin der Mailänder Gruppe I-Aufgabe, Gestüt Karlshofs Paradise aus dem Stall von Waldemar Hickst, verkaufte sich erstaunlich gut. Von weit hinten stieß sie im Einlauf mit Eduardo Pedroza ins Vordertreffen vor, konnte die frühe Attacke aber nicht ganz durchstehen und passierte als Vierte das Ziel.

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