Der erste Tag des Arc-Wochenendes gehörte nur zwei Männern. Prinz Karim Aga Khan und seinem Trainer Alain de Royer-Dupre. Gleich drei der fünf Grupperennen, inklusive dem Prix de la Foret auf Gruppe I-Parkett, gingen an dieses Team.
Im Hauptrennen, dotiert mit 250.000 Euro und über 1400 Meter führend, gab es für die als unschlagbar geltende 14:10-Favoritin Goldikova eine überraschende Niederlage. Auf einer etwas kürzeren Distanz als gewohnt wurde die Wertheimer-Stute von Olivier Peslier aber auch arg offensiv geritten.
Auf den letzten Metern musste sie dann gegen den 206:10-Außenseiter Varenar (Besitzer Aga Khan) und die ebenfalls sehr lang am Toto stehende Sweet Hearth passen und belegte nur den dritten Platz.
Alain de Royer-Dupre ist als Trainer sowohl für den von Stephane Pasquier gerittenen Sieger, als auch für die Zweitplatzierte verantwortlich. Die deutsche Hoffnung Smooth Operator (Maxime Guyon) fand nicht entschiedend ins Rennen und kam als Siebter über die Linie.
‚Das war alles sehr unglücklich, verlor schon am Start Boden, als er beim Öffnen der Boxentüren in der Rückwärtsbewegung war, so hatte er nie eine Position‘, war Trainer Mario Hofer nach dem Rennen sehr enttäuscht.
Den ersten Gruppetreffer hatte es schon zuvor im Prix Chaudenay gegeben. In dem 3000 Meter-Rennen für die Dreijährigen (Gr.II, 130.000 Euro) triumphierte der Linamix-Sohn Manighar unter Gerald Mosse, der für Christophe-Patrice Lemaire eingesprungen war, gegen Los Cristianos und den Wildenstein-Hengst Aizavoski.
Und im Prix de Royallieu (Gr.II, 2500 m, 130.000 Euro) für die Stuten ging die Dupre/Aga Khan-Show dann weiter. Denn hier siegte als 29:10-Chance die Selkirk-Tochter Daryakana (Gerald Mosse) gegen die Wildenstein-Vertreterin Peinture Rare, hinter der Tanoura (ebenfalls im Aga Khan-Besitz) und Plumania im toten Rennen als Dritte über die Linie kamen.
Im Prix Daniel Wildenstein (Gr.II, 1600 m, 130.000 Euro) konnte es dann keinen Aga Khan-Sieger geben, denn das Oberhaupt der Ismaeliten hatte in dieser Prüfung keinen Starter. Ohne Chance war Werner Baltromeis Fuchs Earl of Fire. Er versuchte es wie gewohnt von der Spitze aus, geriet aber früh unter Druck und war dann geschlagen, wurde Zwölfter.
Hier feierte Christophe Soumillon ein sensationelles Comeback, als er mit der von Jean-Claude Rouget trainierten Stute Tamazirte (Foto) nach einem Klasseritt gegen die Wildenstein-Stute Danse Grecque und Murcielago hinkam.
Den fünften Sieger des Tages verpasste Christophe-Patrice Lemaire dann im Prix Dollar. In dem Gruppe II-Rennen über 1950 Meter sprang Dominique Boeuf für den Franzosen auf dem von John Gosden trainierten Pipedreamer ein. Dieser gewann gegen den Schimmel Gris de Gris und den irischen Gast Famous Name. Die beiden deutschen Vertreter Estejo (neunter) und Adelar (Zwölfter) hatten hier keine Möglichkeiten, landeten im geschlagenen Feld.
Ohne Chancen waren die beiden Zweijährigen Million Kiss (Chr.v.d.Recke) und Suerte Loca (Mario Hofer) in einem Verkaufsrennen auf der Meile, das mit 25.000 Euro dotiert war. Sie lagen zunächst in vorderer Linie, wurden aber in der Zielgeraden überlaufen und gaben sich restlos geschlagen.
Nichts zu bestellen hatten auch Nelson (M.Trybuhl) und Samiro (W.Baltromei) im Tierce-Handicap über 2400 Meter, das mit 48.000 Euro dotiert war.










