Longchamp und Köln: Diskussionen um das Geläuf

Am vergangenen Sonntag gab es in Köln aus dem Lager der Aktiven, Trainer und Jockeys, teilweise heftige Kritik am festen Zustand des Geläufs.

Markus Klug zog sogar in Erwägung, Dschingis Secret, seinen klaren Favoriten für den Gerling-Preis, abzumelden, weil das Geläuf so fest war. „Ich hatte bereits Mitte der Woche, als ich Gast der Kölner Pressekonferenz war, eindringlich darum gebeten, das Geläuf für alle Pferde zu bewässern, weil es zu diesem Zeitpunkt schon so hart war und die Wetterprognosen von schönem, trockenen und sonnigen Wetter ausgingen“, teile Markus Klug gegenüber GaloppOnline.de mit. „Ich hatte am Sonntag sogar vor, Dschingis Secret kurzfristig abzumelden und im Nachhinein ärgere ich mich, dass ich dies nicht getan habe, weil er auf dem festen Boden so schlecht galoppiert ist“, fügte der amtierende Championtrainer hinzu.

Auf Nachfrage von GaloppOnline.de beim Kölner Renn-Verein gab Geschäftsführer Philipp Hein folgende Auskunft: „Wir haben in den Tagen vor dem Gerling-Preis täglich mehrere Stunden reichlich bewässert, auch weil der Wind über das Geläuf fegte. Am Renntag wurde das Geläuf mit gut angegeben und aus unserer Sicht herrschten für alle teilnehmenden Pferde absolut faire Verhältnisse. Wir haben wirklich unser Bestes gegeben, damit dies der Fall ist.“

Die Kölner befinden sich aktuell mit den Diskussionen rund um das Geläuf in illustrer Gesellschaft. Auf der französischen Paraderennbahn ParisLongchamp gibt es aktuell große Probleme. Im französischen Newsletter Jour De Galop konnte man auf dem Titel lesen, dass unter anderem Startrainer Alain de Royer-Dupre und Jockey Christophe Soumillon harsche Kritik am  Geläuf, auf dem teilweise gar kein Gras mehr zu sehen sei, üben. Dupre meldete am Sonntag in Longchamp die vierjährige Aga Khan-Stute Dolianova im Listenrennen ab und zieht ernsthaft in Erwägung, seine Prix de Diane-Hoffnung und aktuelle Co-Favoritin fürs Stutenderby, Shahnaza, die am Sonntag mit Christophe Soumillon den Prix de la Seine über 2200 Meter auf Listenebene gewann, nicht im Diana-Trial Prix Saint-Alary laufen zu lassen, sondern mit ihr direkt nach Chantilly in den Prix de Diane zu gehen.

„Die Stute ist sehr gut, aber das Geläuf ist schrecklich. Das Penetrometer zeigt 3,0 an, also guten Boden, aber man hat das Gefühl, die Bahn ist sehr schwer, mit all den Löchern und dem schlechten Gras. Eine so großartige Stute auf so einem Geläuf zu reiten, das ist wirklich nicht gut“, sagte Soumillon am Sonntag gegenüber dem französischen Rennsportkanal Equidia.

France Galop hat bereits auf die Kritik reagiert und wird alles Nötige veranlassen, um das Longchamp-Geläuf für die beiden französischen Guineas am kommenden Wochenende wieder in einen akzeptablen Zustand zu bringen.

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