Longchamp: Deutschland 1,2 im 50.000 Euro-Handicap

Die Erfolge deutscher Pferde sorgten in den vergangenen Wochen und Monaten für reichlich Gesprächsstoff bei den französischen Trainern. Zahlreiche Top-Trainer hatten sich negativ bezüglich der deutschen Starter im Nachbarland geäußert und sich hinter vorgehaltener Hand für eine stärkere Beschränkung der Rennen in Frankreich ausgesprochen. All diese Trainer werden den 5. Mai ganz schnell aus ihrem Rennkalender streichen.

Denn das, was sich am Donnerstag in Longchamp abspielte, hat es in Frankreich selten zuvor für in Deutschland trainierte Pferde gegeben.

‚An solch einen guten Tag deutscher Pferde auf der Paradebahn Longchamp kann ich mich nicht erinnern‘, war der allgemeine Tenor deutscher Trainer und Besitzer am Donnerstagnachmittag.

Vorausgegangen waren vier (!) Erfolge für Deutschland. Vier der acht Rennen gewannen deutsche Pferde. Mehr noch: In zwei dieser vier Rennen gab es eine deutsche Zweierwette. Dazu kam noch Platz vier von Lucas Cranach auf Gruppelevel (siehe gesonderter Text).

Schon der Longchamp-Auftakt war am Donnerstag famos. In einem mit 50.000 Euro dotierten Quinte-Handicap, dem schwersten aller Handicaps, gab es eine deutsche Zweierwette. Christian Sprengels Glad Eagle (Foto) gewann hauchdünn vor dem von Mario Hofer trainierten Ideology.

Sensationelle 3.236:10 zahlte die ‚Deutschland-Zweierwette‘ im Eröffnungsrennen des Tages, auf den von Christophe Soumillon gerittenen Sieger von Lucien van der Meulen gab es am Toto satte 138:10, auf Eckhard Saurens Ideology noch lohnende 79:10 auf Platz.

Den zweiten Tagessieg markierte Sir Oscar in einem Listenrennen (siehe gesonderter Text), bevor in einem Amazonenreiten, dem mit 22.000 Euro dotierten Prix des Pavillons de Bercy über 1600 Meter, Guido Schmitts Combat Zone für Trainer Mario Hofer unter dessen Tochter Steffi Hofer vor Layer Cake (Christian Sprengel/Brigitte Renk) zum Zuge kam.

Der Sieger zahlte außergewöhnlich hohe 134:10. Vierter wurde Stall Fichtengrunds Beltanus (Toni Potters/Delphine Santiago). Die deutsche Zweiterwette bezahlte 341:10.

Wer dachte, dass nach drei Siegen Schluß war, hatte die Rechnung ohne Toni Potters gemacht. Auch der Frankfurter Trainer sattelte am Donnerstag einen Longchamp-Sieger, ein Rennen nach Combat Zone schlug auch 266:10-Außenenseiterin Baiadera zu. Im Sattel saß abermals der Ausnahmejockey Christophe Soumillon.

GaloppOnline.de gartuliert allen Beteiligten dieses Super-Tages zu den sensationellen Ergebnissen in Longchamp!

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