Einmal im Jahr, in der Regel im September, gibt es Galopprennen im saarländischen Lebach. Auf der Rennwiese „La Motte“ finden dann Galopp- und Trabrennen statt, wobei das Grüne Band der Saar, das in dieser Saison zum 60. Mal gelaufen wird, der Höhepunkt der Veranstaltung ist. Früher als Altersgewichtsrennen gelaufen, wird der Traditionstitel – in diesem Jahr von den Saarland Spielbanken gesponsert – inzwischen als Handicap gelaufen.
Für einen Ausgleich IV auf einer kleinen Bahn kann sich die Dotierung von 5.100 Euro absolut sehen lassen, und so ist mit neun Startern auch ein ordentliches Feld zusammen gekommen. Das beste Pferd im Feld ist ohne Zweifel der von Christian Peterschmitt trainierte Nasibow, doch dafür geht der Silvano-Sohn auch mit einem sehr hohen Gewicht ins Rennen. Trotz der drei Kilo Erlaubnis seines Reiters Michael Engelke muss er immer noch 66 Kilo tragen. Dass er mit kleinen Bahnen gut zurechtkommt, ist aber bekannt.
Ein Pferd, das auf den ersten Blick keine aufregende Form hat, aber dennoch gefährlich sein sollte, ist Rebetiko. Der Wallach aus dem Stall von Sarah Weis reist aus Köln an, könnte das Grüne Band der Saar also an den Rheim entführen. Seine letzten Formen lesen sich relativ unspektakulär, doch steht der Achtjährige inzwischen dreieinhalb Kilo unter seiner letzten Siegmarke. So leicht wie am Sonntag hat es Rebetiko schon lange nicht mehr angetroffen.
Ähnliche Form wie Rebetiko hat auch Wikingersohn, für den jedoch spricht, dass er genau vor einem Jahr in Lebach erfolgreich war. So muss man den Storp-Schützling auch diesmal in die Überlegungen einbeziehen. Hermann-Josef Linders Secundus war in diesem Jahr immerhin bereits einmal Zweiter im Ausgleich III, wenn er an diese Form anknüpfen würde, könnte er auch mitmischen. Von ihrem günstigen Gewicht könnte Magda Lena profitieren, die Schwinn-Stute ist zwar noch sieglos, hat aber zuletzt gute Ansätze gezeigt.
Der „Elfmeter des Tages“ läuft bereits im vierten Rennen, denn in der als Altersgewichtsrennen gelaufenen Prüfung über 1900 Meter führt trotz des Höchstgewichtes von 70 Kilo kein Weg an Christian Peterschmitts Beagle Boy vorbei. Zuletzt musste der Seriensieger in Frankfurt zwar eine Niederlage hinnehmen, doch gegen harmlose Konkurrenz müsste es schon mit dem Teufel zugehen, wenn er nicht wieder den Siegfaden aufnehmen würde.










