Lauro, Imonso & Co: Wieder alle Tr?mpfe bei Schiergen

Mit einer ungeheuren Ener-gieleistung kämpfte Königstiger sich im Oppenheim-Union-Rennen vor einem Jahr zum Sieg über den Trainings-gefährten Silent Wind, der unterwegs das Tempo in dieser wichtigen Derby-Vorprüfung gemacht hatte. Eine Nase sprach damals für den Schlenderhaner.

Schon 2004 hatte Malinas für das Asterblüte-Quartier von Peter Schiergen diese Prestigeprüfung im Weidenpescher Park gewonnen. Und die Chancen stehen günstiger denn je, dass der Coach nun zum dritten Mal hintereinander auf die Siegerstraße kommt.

Denn bei der 171. Auflage dieser mit 100.000 Euro dotierten Gruppe II-Prüfung über 2200 Meter liegen fast alle Trümpfe bei Schiergen, der nicht nur wieder die Spitzenposition der Statistik wieder anführt, sondern die Top-Prüfungen hierzulande beherrscht wie kein anderer.

Drei der sieben Kandidaten dieser Prüfung, die für alle Pferde außer Dwilano (hat kein Engagement für Hamburg) der letzte Test für das Blaue Band sein dürfte, kommen aus seinem Stall.

Unumstrittener Favorit wird mit Sicherheit Lauro werden, ein Monsun-Sohn des Gestüts Ittlingen. Drei Treffer bei ebensovielen Starts, zwei davon in Frankreich – bessere Leistungen konnte der Hengst kaum zeigen. Zuletzt entschied er ein Listenrennen im Nachbarland für sich, rangiert in allen Derby-Wettmärkten der Buchmacher an erster Stelle. Auch sein Stehvermögen steht außer Zweifel. Selbstverständlich schwingt sich Stalljockey William Mongil wieder in den Sattel von Lauro, der auch bei seinem Erstauftritt auf der Heimatbahn das Maß aller Dinge ist.

Ebenfalls noch ungeschlagen ist der Schlenderhaner Imonso (Andreas Suborics), ein weiterer Monsun-Sohn, und dieser könnte durchaus in die Fußstapfen von Königstiger treten. Im pferdewetten.de – Bavarian Classic musste er gegen den Riesenaußenseiter Dark Dancer zwar etwas härter heran als ursprünglich vermutet, doch letztlich behauptete sich Imonso sehr sicher. Ein Fragezeichen steht noch hinter der etwas längeren Distanz.

Über eine Nachnennung kam Sommertag als zweiter Schlenderhaner ins Feld, wird wie in München von Terry Hellier gesteuert. Der Tiger Hill-Sohn blieb in Riem vorneweg ziemlich blass, nachdem er zuvor im Frankfurter Metzler-Preis nur ganz knapp an dem hier nicht vertretenen Prince Flori gescheitert war.

An der Isar dürfte auch der Auenqueller Oriental Tiger (Andreas Boschert) klar unter seinen Möglichkeiten geblieben sein. Denn der Rennverlauf war alles andere als nach dem Gusto des zweiten Tiger Hill-Sohnes im Feld.

Nach Klasse braucht auch Aspectus (diesmal mit Andrasch Starke) keinen Gegner zu fürchten, auch wenn er im Französischen Derby nicht sein wahres Gesicht zeigen konnte, nach Meinung seines Umfeldes mehrfach behindert worden war. Natürlich stellt sich auch bei dem Spectrum-Sohn noch die Frage nach seiner Stamina.

Nachträglich kam am Mittwochnachmittag noch Dwilano (Andreas Helfenbein) ins Aufgebot, der eigentlich erst eine Woche später in Bremen starten sollte. Natürlich wird ein weiterer Sprung verlangt, doch wusste der Hengst aus dem Stall von Peter Remmert im Mülheimer Derby-Trial sehr zu gefallen, musste dort nur N´oubliez jamais vor sich dulden.

Der schwerste Gang steht wohl Lucky Galic (Adrie de Vries) bevor, der als siegloses Pferd diese Herausforderung annimmt. Bei etwas mehr Fortune hätte es allerdings zuletzt in Mülheim geklappt.

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