„Als Derbyfavorit wurde er einst gehandelt“ stellte Manfred Chapman den Favoriten des JAXX-Pokal vor. Und sein „Ersatz-Derby“ wurde zu seiner großen Show: Lateral ist wieder da. Nach zwei enttäuschenden Formen in 2006 meldete sich der Fährhofer Gruppe I-Sieger am Samstag zurück. Die zwei dritten Plätze sind vergessen, Sieg Nummer vier für den Singspiel-Sohn.
„Er hatte sich schon im Training angekündigt, sehr gute Arbeitsleistungen gezeigt. Auch diese Distanz scheint ihm besser zu liegen. Wir wollten ihm ein einfaches Rennen geben, und das war alles in Ordnung“, so Peter Schiergen nach dem Gruppe II-Rennen.
Wie schon im Jahr 2002 hatte Schiergen das mit 50.000 Euro dotierte Rennen mit einem Dreijährigen in den Asterblüte-Stall geholt. 2002 war es Zarewitsch gewesen, 2006 nun Lateral.
„Das Pferd hat uns heute wieder große Freude gemacht. Wir wollten ihm ein leichtes Rennen auf der Meile geben. Es lief alles optimal. Es muss nicht zwingend sein, dass wir auf der Meile bleiben. Er hat zwar eine Nennung in Köln, aber es kann auch durchaus sein, dass er im Ausland antreten wird“, fasste Racing Manager Simon Stokes zusammen.
„Ich musste in der Geraden nur den Knopf drücken, und die Sache war entschieden. Er hat einen tollen Speed gezeigt“, attestierte auch William Mongil Lateral ein sehr gutes Zeugnis. Ein ausgezeichnet aufgelegter Mongil hatte den 25:10-Favoriten erst im Mittelfeld versteckt und im Schlussbogen dann Boden gut gemacht, um im richtigen Moment den Turbo zu zünden.
Die restlichen neun Kandidaten, Billy Allen war am Morgen zum Nichtstarter gemacht worden, waren im ersten Hauptrennen des Derby-Meetings zu Statistiken degradiert worden. Auf Platz zwei kam Willingly vor dem englischen Gast Azarole über die Linie. „Wir sind mit dieser Leistung hinter einem sehr guten Pferd natürlich voll zufrieden“, so Willingly-Trainer Michael Trybuhl.
Ein ganz schlechtes Rennen erwischte im Finish Jubilation, der von Azarole Mitte der Geraden gestört wurde. Es gab einen Gewinnausgleich zugunsten des Skandinaviers.










