Neben dem Juddmonte Grand Prix de Paris stand am Freitagabend mit dem zur Gruppe II zählenden und mit 130.000 Euro dotierten Prix Maurice de Nieuil noch eine weitere Gruppe-Prüfung auf dem Programm. Und im Gegensatz zum Tageshöhepunkt waren für diesen auch drei hierzulande trainierte Pferde nach Frankreich gereist. Jean-Pierre Carvalhos Moonshiner (Stall Ullmann), Andreas Suborics´ Sirius (Stall Molenhof) und Iraklion (Wolfgang Fröhlich) aus dem Stall von Christian Sprengel fanden sich neben sieben weiteren Teilnehmern an der 2800 Meter-Startstelle ein.
Während Letztgenannter als Zehnter und Letzter unter Michael Cadeddu vom letzten Platz aus nicht in die Entscheidung eingreifen konnte, mischten die anderen beiden kräftig mit, zumindest beim Kampf um die Plätze. Denn nach vorne war kein Kraut gegen Andre Fabres für Godolphin trainierten 31:10-Favoriten Talismanic gewachsen. Aus dem Mitteltreffen anfangs der Geraden in Front gezogen, war die Frage nach dem Sieger schnell beantwortet. Mickael Barzalona brauchte den Medaglia D´Oro-Sohn nur bei Laune zu halten, um am Ende einem leichten Sieg einzufahren.
Hinter dem Franzosen kämpften drei aus dem Ausland angereisten Pferde um die Plätze. Während Moonshiner mit Pierre-Charles Boudot im Sattel aus dem Vordertreffen lange brandgefährlich aussah und bis zum Ende auch super durchzog, kam Sirius (Maxim Guyon) vom vorletzten Platz noch richtig schön auf Touren. Beide kämpften hinter dem aus England angreisten Marmelo (Hughie Morrison, Chrsitophe Soumillon), der für die beiden Deutschen am Ende einen Tick zu stark war und am Ende Rang zwei belegte, um den dritten Platz. Mit dem Vorteil von einem kurzen Kopf hatte schließlich der Suborics-Schützling dabei das bessere Ende für sich und schnappte sich sozusagen mit dem letzten Galoppsprung auf der Linie noch den dritten Platz.
Jean-Pierre Carvalho: „Das Pferd kommt langsam aber sicher in Form. Das war schon eine deutlich bessere Leistung als die beiden vorhergehenden Rennen, zudem kam ihm hier die Distanz entgegen. Wir gehen jetzt in den Prix Kergorlay in Deauville und hoffen dort auf etwas weicheren Boden.“
Wim Van de Poele (Stall Molenhof): „Wir sind wirklich sehr zufrieden. Ein dritter Platz auf Gruppe II-Ebene. Er hat wieder ganz toll gekämpft. Wir wissen noch nicht wie es weitergeht, das werden wir mit dem Trainer besprechen.“












