Wir wagen jede Wette, dass man am Sonntag um kurz nach 17.15 Uhr zumindest ein Pferd gesehen haben wird, das in der Zukunft immer wieder ein Thema in Fachkreisen sein wird. Denn wer den Preis des Winterfavoriten in Köln gewinnt, ist fast schon automatisch (sofern er natürlich eine Nennung besitzt) der vorläufige Favorit für das BMW Deutsche Derby im kommenden Jahr.
Das dürfte auch diesmal nicht anders sein, wenn das mit 155.000 Euro auch fürstlich dotierte Zweijährigen-Event über 1600 Meter noch einmal für ein volles Haus im Weidenpescher Park sorgen wird. Acht Kandidaten rücken in die Boxen ein, also alle Pferde, die seit dem letzten Streichungstermin im Aufgebot waren, wollen mit dabei sein. Auch zwei Pferde (Kaleo und Global Champion), mit denen man kurzfristig auch auf das am selben Nachmittag angesetzte Gran Criterium in Mailand spekuliert hatte, nun aber einen Start in der Domstadt vorzieht.
Kaleo, ein von Andreas Wöhler in Ravensberg trainierter Ittlinger, war der große Pechvogel in der Maurice Lacroix-Trophy in Iffezheim. Natürlich sitzt Stalljockey Eduardo Pedroza im Sattel.
Bei der dritten Begegnung mit Global Dream (Foto, Andreas Boschert) möchte der von Uwe Ostmann vorbereitete Seattle Dancer-Sohn natürlich erneut die Oberhand behalten, seinen Vorsprung gegenüber Kaleo auf 3:0 ausbauen.
Trainer Peter Schiergen, der mit Manduro und Sumitas schon den Winterfavoriten stellte, sattelt sogar eine Doppelspitze, bestehend aus dem Ebbesloher Tiger Hill-Sohn Lovely Tiger (überzeugender Sieger eines später stark aufgewerteten Maidenrennens in Düsseldorf) unter William Mongil sowie den früheren 300.000 Euro-Kauf und Monsun-Sohn Persian Storm (Terry Hellier).
Der zu Beginn bereits angesprochene Global Champion (Andrasch Starke) ist nicht zuletzt durch die starke Zweijährigen-Form von Trainer Mario Hofer empfohlen. Aber auch seinen Maidentreffer in Iffezheim sollte man hocheinschätzen. Denn mit u.a. Neele und Löwenherz landeten zwei Kandidaten hinter dem Sauren-Galopper, die anschließend gewannen. Vor allem Löwenherz als Sieger im Junioren-Preis in Düsseldorf zeigte den Wert dieser Vorstellung auf.
In diesem qualitätvollen Feld verdient aber auch Lucky It is (Adrie de Vries) einen besonderen Hinweis. Man wird den von Andreas Trybuhl vor Ort vorbereiteten Dashing Blade-Sohn sicherlich nicht mehr so unterschätzen wie bei seinem Erfolg im Herzog von Ratibor-Rennen, in dem er sehr überzeugte.
Molly Max (Filip Minarik), den „Formtrainerin“ Karen Haustein in Hoppegarten betreut, gilt zwar als zweite Auenqueller Farbe, aber zuletzt in Bremen landete der Big Shuffle-Nachkomme bei seinem Debut nur hinter Persian Storm und erneut nun das Kräftemessen mit der Ullmann-Hoffnung. Allerdings ist er wie Thomas Horwarts Schützling Monreale (Jiri Palik) noch sieglos und dürfte damit zu den Außenseitern zählen.
Zweiter Fixpunkt einer tollen Neun-Rennen-Karte ist der Weidenpescher Stutenpreis am vorletzten Renntag der Kölner Saison 2006. In diesem Listenrennen (20.000 Euro, 1600 m) präsentiert sich mit zwölf Stuten ein ebenso kopfstarkes Feld wie in den meisten anderen Rennen des Rahmenprogramms. Und im fünften Rennen lockt in der Viererwette ein riesiger Jackpot in Höhe von 18.362,15 Euro! Dem Wettumsatz kann das nur förderlich sein.











