Wenn am kommenden Sonntag im Krefelder Stadtwald das Dr. Busch Memorial (Gr. III, 55.000 Euro; 1700 Meter) über die Bühne gehen wird, kommt es zu einer ersten wirklichen Standortbestimmung des Derbyjahrgangs 2012. In der Vergangenheit haben schon zahlreiche klangvolle Namen dieses seit dem Jahr 1950 ausgetragene Rennen gewinnen können.
Denkt man nur an die Hochkaräter Kaiserstuhl, Tombos, Lagunas, Lomitas, Platini, Samum, Soldier Hollow oder Liang Kay bzw. Zazou in jüngerer Vergangenheit. In diesem Jahr sind die Chancen im Übrigen auch breiter gestreut.
Natürlich werden viele Augen auf Pakal gerichtet sein. Der Lord of England-Sohn war nicht nur mit sieben Starts als Zweijähriger einer der fleißigsten Youngster im Lande, der zweifache Saisonsieger sorgte auch mit seinem zweiten Rang im Criterium International in St. Cloud auf Gruppe I-Ebene für einen bemerkenswerten und viel beachteten Saisonabschluß.
Im Spätherbst wechselte er dann auch den Besitzer und Trainer und startet bei seinem Saisondebüt auch erstmals für den Stall Salzburg unter der Regie von Wolfgang Figge. Mit einem GAG von 94,5 trägt der Lord of England-Sohn zudem die Bürde des Rechnungsfavoriten (Zum Langzeitmarkt).
Allein schon die Verpflichtung von Olivier Peslier, der mit Davy Bonilla (Amaron), dem Iren Steve Donoghue (Lycidas) und Frederik Tylicki (Auenturm) die Internationalität des Rennens unterstreicht, machen das diesjährige Dr. Busch Memorial zu einem Stelldichein internationaler Spitzenreiter.
Knapp unter Pakal rangiert Lokalmatador Pastorius (94), zumal Stall Antanandos Soldier Hollow-Sohn seinem Vater nacheifern soll, der 2003 dieses Rennen gewann. Der Mario Hofer-Schützling kommt als Sieger im Herzog von Ratibor-Rennen (Gr.III), an den Ablauf und wird sicher einigen Anhang auf sich vereinigen können.
Eine Doppelspitze tritt für Andreas Löwe aus Köln an. Mit Amaron (92,5), Sieger im Badener Zukunfts-Rennen und Winterfavorit-Dritter kommt ebenfalls ein weiterer Spitzenzweijähriger mit ersten Chancen an den Ablauf. Auch für die zweite Löwe-Chance World’s Flash wurde mit Fabien Lefebvre ein französischer Jockey verpflichtet.
Ebenfalls bei 92,5 Kilos steht der Schlenderhaner Energizer, seineszeichens Juniorenpreis-Sieger und Winterfavorit-Vierter. Der Monsun-Sohn soll über Winter nochmals einen Sprung gemacht haben. Nicht zu unterschätzen sollte man auch den 11-Längen-Sieger und Gereon-Bruder Girolamo.
Auenturm, ein Bruder des unvergessenen Auenklangs, gilt ebenso zu den Derbykandidaten wie Stall Helenas Kolonel aus dem Championquartier von Andreas Wöhler. Red Ghost zählt wohl eher zu den Aussenseitern, während der Engländer Lycidas aus der Stauffenberg-Zucht als Maidensieger nun gegen bessere Konkurrenz heran muß.
Es sollte ein Festtag für den Rennsport im Krefelder Stadtwald werden. Neun Rennen, darunter zwei weitere interessante Dreijährigenprüfungen, gehen bereits ab 13.30 Uhr über die Bühne. Vor allen Dingen in der dreijährigen Steherprüfung über 2050 Meter sind u.a. mit Stall Darbovens Russian Song und Salon Soldier (Stall Hornoldendorf)verheißungsvolle Zukunftshoffnungen am Start.
In der vierten Tagesprüfung kommen in der als Ausgleich III gelaufenen Wettchance des Tages außerdem 10.000 Euro zur Ausschüttung.












