Kölner Sandbahn: Sauren widerspricht Schmitt

In den sozialen Netzwerken sind neuerlich Diskussionen rund um die Kölner Sandbahn aufgeflammt. Besitzer Guido Schmitt lässt seinem Ärger freien Lauf und spricht davon, dass dort offenbar eine Baupause herrschen soll. „Die Arbeiten an der Kölner Sandbahn…ruhen nun seit fast vier Wochen.“ So Schmitts Behauptung.

Zum Hintergrund: Die Sandbahn, mit der es nach der ersten Renovierung nach Regenfällen immer wieder gravierende Probleme gab, wird erneut saniert. Dies geschieht seit November. Die Strabag ist der neuen Partner des Rennvereins bei der Renovierung der Sandbahn. Philipp Hein, Geschäftsführer des Kölner Rennvereins, hatte Mitte November folgenden Zeitplan ausgegeben. „Unser Zeitplan geht bis Februar, wir liegen im Moment aber voll im Plan und es kann sein, dass wir früher fertig werden. Das bestimmt indes allein das Wetter. Alle Trainer sind im Boot und freuen sich, dass die Probleme zum Start der kommenden Saison behoben sind“, so Hein weiter, „auf der so genannten weißen Sandbahn kann aktuell ganz normal trainiert werden.“

Schmitt in seinen Vorwürfen weiter: „Die Kölner Pferde, die nur eingeschränkt trainiert werden können auf der kleinen inneren weißen Bahn laufen eigentlich alle unter Wert zur Zeit. Wen das nicht juckt ist sicherlich der Kölner Präsident, denn der stellt sein Pferd Taron als frischen Sieger das über den Winter laufen soll einfach nach Krefeld. So einfach ist das. Fragen warum angeblich bis zum 7. Januar die Arbeiten an der Kölner Sandbahn ruhen kann keiner der Trainer beantworten – wir Besitzer zahlen weiterhin die hohen Bahnbenutzungsgebühren – eigentlich ist das Betrug, nicht mehr, nicht weniger.“

Rennvereins-Präsident Eckhard Sauren widerspricht Schmitt in einer Stellungnahme gegenüber der Sport-Welt. „Es ist zunächst richtig, dass wir die Sandbahn mit Strabag sanieren lassen und auch zahlreiche weitere Experten mit zu Rate ziehen, unter anderem den französischen Experten Jean de Chevigny. Wir sind sehr froh, dass wir die Finanzierung mit vielen sehr guten und sehr treuen Besitzern hinbekommen haben. Besitzer wie Guido Schmitt würden sich im Übrigen nie an einer solchen Finanzierung beteiligen, wurden aber natürlich auch gefragt.“

Sauren weiter: „Die getroffenen Aussagen entsprechen nicht der Wahrheit. Wie beispielsweise die weiße Bahn in einem mittlerweile guten Zustand ist. Die haben wir extra vorher noch einmal bearbeitet indem wir da die Wellen doch in größeren Teilen rausbekommen haben. Deswegen kann man auf der weißen Bahn ziemlich gut trainieren. Was die Weihnachtspause der Bauarbeiten angeht ist das mit den Trainern besprochen und alles andere macht auch tatsächlich aufgrund des Kalenders keinen Sinn. Man hätte maximal anderthalb Tage am Stück arbeiten können. Die Devise war Vollgas geben bis zum 24. Dezember, das hat funktioniert und wir haben das erreicht, was wir erreichen wollten. Mit kompletter Mannschaft und voller Motivation rücken die Arbeiter am 6. Januar wieder an. Deswegen sind wir komplett im Zeitplan und es läuft alles so wie mit den Trainern abgestimmt. Wenn das alles fertig ist haben wir in Köln extrem gute Trainingsbedingungen. Darüber werden wir nach Fertigstellung genau informieren.“

Guido Schmitt wirft Sauren im Zuge der Diskussion „geschäftsschädigendes Verhalten gegenüber seinen Mietern (Trainern)“ vor.

Eckhard Sauren sagt dazu: „Ich habe Guido Schmitt nahegelegt, er möge die Pferde doch bitte woanders hinstellen, damit wir endlich Ruhe vor solchen unsachgemäßen Äußerungen haben. Und dazu stehe ich auch.“

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