Das Vertrauen der Wetter war gewaltig. Und der Stargast am Sonntag in Neuss enttäuschte seine Anhänger nicht: Im German Tote – Sandbahn Grand Prix galt der in Frankreich von Philippe Demercastel vorbereitete Merlerault nach Top-Leistungen in Cagnes als 13:10-Favorit. Der Royal Academy-Sohn hatte keinen Geringeren als Stephane Pasquier im Sattel.
Der amtierende französische Champion ließ sich drei Jahre nach dem Triumph mit Billy Allen das mit 20.000 Euro dotierte Listenrennen über 1900 Meter einmal mehr nicht entgehen.
Kurz schwitzen mussten die Anhänger des Franzosen in der Südseite. Merlerault, der an fünfter, sechster Stelle in einem kompakten und von Personal Power angeführten Feld galoppierte, wurde noch weiter nach innen dirigiert. Man mochte Angst haben, ob es dort ein Durchkommen gäbe.
Doch Stephane Pasquier wusste offenbar ganz genau, was er tat. Im Einlauf marschierte der Frontrenner Personal Power (Andreas Suborics) vorne unverdorssen weiter und hatte sich einen Vorteil verschafft. Merlerault wechselte nach außen auf freie Bahn. Dort packte der Gast gewaltig an, wurde überwiegend mit den Händen unterstützt.
Personal Power gab sich nicht geschlagen, aber die Klasse von Merlerault setzte sich schließlich durch. Fast noch locker mit einer dreiviertel Länge Vorsprung entführte der Parrish-Vertreter die Top-Prüfung des Winters ins Nachbarland.
Personal Power verkaufte sich auch in der Niederlage großartig, dahinter wurden der Lokalmatador Led Zeppelin und der Veteran Grantley, der zum fünften Mal in diesem Rennen ins Geld kam, noch mächtig schnell. Quiron führte als Fünfter schon den geschlagenen Rest an, zu dem auch der stärker beachtete Fighting Johan gehörte.
‚Wir hatten unterwegs nicht die beste Position, als wir vorne waren, zog der Gegner noch einmal an, aber es hat doch noch leicht geklappt‘, berichtete Stephane Pasquier nach seinem zweiten Neusser Sand-Coup.
‚Die Rennen in St. Moritz hatten ihn weiter gebracht‘, meinte Christian von der Recke über die starke Vorstellung von Personal Power. Auch Horst Steinmetz war sehr zufrieden: ‚Led Zeppelin wäre auf einer längeren Distanz noch weiter gekommen, das war ein sehr guter Aufgalopp.‘ Grantley ‚kämpfte wieder einmal treu‘, signalisierte sein Betreuer Heinz Hesse.










