Klasse K?ln! Wenige Minus-Punkte beim gro?en Check

Wenn nicht jetzt, wann dann! Nach dem Handballfinale in Köln galt diese Devise auch am Sonntag in Weidenpesch. Denn bessere Rahmenbedingungen als am Sonntag kann sich ein Veranstalter nicht wünschen.

Ideales Rennbahnwetter (23 Grad und strahlend blauer Himmel) und eines der besten Programme, die in den letzten Jahren in Deutschland an einem Tag präsentiert wurden.

Oben drauf der große Rennbahn-Check von GaloppOnline.de. ‚Eine klasse Sache‘, kommentierte Präsident Manfred Ostermann die Einführung des Checks. Geschäftführer Benedikt Fassbender vor dem Renntag dazu: „Ich finde den Check sehr gut und auch wichtig.“

Und wie hat die Bahn in Weidenpesch den Check bestanden? Alles in einem hat sich die Rennbahn in sehr gutem Zustand gezeigt. Der Kölner Rennverein hat eine tolle Veranstaltung über die Bühne gebracht. Klasse Köln, so geht’s!

Nichts desto trotz gibt es natürlich noch ein paar Dinge, die einfach zu verbessern wären und mit Sicherheit weitere Vorteile für die Bahn und vor allem das Publikum mit sich bringen würden.

Das war Top:

– Die zweite „kleine Tribüne“ bekam ein Facelifting. Während sich diese beim letzten Renntag noch in schlechtem Zustand präsentierte, wurde sie komplett gereinigt und sogar frisch gestrichen und sah Tip Top aus. Der große Rennbahn-Check hat also zumindest schon mal den Kölner Malermeister wach gerüttelt.

– Der Buchmacher vor Ort muss und hält sich entgegen den Bahnen in Krefeld und Frankfurt an das Rennwettlotteriegesetz. Wetten in Köln auf Kölner Rennen sind bei ihm nicht drin. Nur Festkurse auf diese, ab 10 Euro.

– Die Rennbahnmoderation war vom Feinsten. Daniel Delius bleibt in dieser Sache einfach die klare Nummer 1 des Turflandes. Super Tipps, klasse Moderation und (ganz wichtig) ein einwandfreier Sound auf fast der ganzen Bahn. Einzig und alleine im Hippodrom (dort, wo die Menschen mit den dicken Geldbeuteln sitzen) hört man schlecht.

– Der Fußballer Jens Nowotny sorgte für die „Promi Note“ war für viele Besucher eine tolle Attraktion. Daniel Delius versuchte Nowotny beim Interview auch prompt ein Rennpferd anzudrehen. Man sollte daran festhalten, zu jedem Renntag auch Prominenz auf die Bahn zu ziehen. Das zieht zusätzlich Leute und sorgt für Medieninteresse.

– Für das leibliche Wohl war in Köln wieder bestens gesorgt. Der neue Biergarten (Foto) in Führringnähe macht einen gemütlichen und gepflegten Eindruck. Auch der neue Cocktail-Stand kam bestens an.

– Im Ausgleich IV wurde fast die 100.000 Euro Marke im Umsatz durchbrochen.

Das war ein Flop:

– Eine Panne ist nach wie vor die Nichtöffnung der Totokassen vor der Haupttribüne. Hier tummeln sich bereits Minuten vor dem Start zahlreiche Menschen. Diese würden mit Sicherheit nach dem Aufgalopp durch eine Wettkasse in der Nähe die eine oder andere Wette mehr platzieren. Auch auf der Haupttribüne selbst muss eine Wettkasse her. Denn wer sitzt, der sitzt.

– Wo waren die Wetthelfer? Trotz vieler Rennbahnneulinge auf der Bahn fehlten mobile Wetthelfer, die Hilfe beim Ausfüllen der Wettscheine leisten. Hier müssen fünf hübsche, kesse Mädels mit einem großen Fragezeichen auf dem Rücken über die Bahn huschen. Gleiches gilt nach wie vor für die mobilen Wettannahmen, die gerade bei Biergartenstimmung mit Sicherheit Umsatz bringen.

– Eine Art „Ergebnis-Tafel“ der vorangegangen Rennen fehlt. Überhört man das Ergebnis, tut man sich als Laie schwer, den Einlauf zu bekommen. Zudem würde eine Ergebnistafel die Wettlust steigern: „Wow, hast Du die Quote im zweiten Rennen gesehen“ oder „Cool, da hat zweimal die 7 gewonnen, die wette ich jetzt auch.“

– Um die Rennen in München zu sehen, strömten die Fans wieder einmal zum Buchmacher. Es ist Pflicht, dass auf einigen Monitoren auf der Bahn selbst die Nebenschauplätze zu bewundern sind und diese auch über die Totokassen bewettbar werden.

– Der Kinderbreich ist noch nicht wirklich „Köln-würdig“. Wichtig: das Ponyreiten muss wieder her. Das Erlebnis Pferderennbahn soll schließlich auch für die Kleinen „tierisch“ sein. Klasse, dass es eine Hüpfburg gab, doch muss diese beaufsichtigt werden.

– Wie in Krefeld ist das Thema Rails auch in Köln heiß. Die Außenrails im Zielbereich und der Geraden benötigen dringend einen neuen Anstrich, die Rails im Führring und Absattelbereich müssen vor einem Renntag abgewaschen werden.

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