Klasse-Ausgleiche: Viel Geld lockt in den Superhandicaps

Da es den Sandbahn Grand Prix und andere Top-Handicaps, die früher die Sandkarten bereicherten, längst nicht mehr gibt, wurden Superhandicaps zum Sandbahnfinale 2009/2010 geschaffen. Eigentlich sollten es auf beiden Bahnen jeweils vier Rennen sein, doch der ungemein hartnäckige Winter verhinderte in weiten Teilen des Landes ein kontinuierliches Training über lange Zeit, so dass wenig Nennungen eingingen und man in Dortmund nur zwei Rennen dieser Art im Programm hat.

Doch beide Prüfungen sind echte Wettrennen geworden, denn sie haben starke Felder angelockt mit jeder Menge Protagonisten der Wintersaison. Konzentrieren wir uns in diesem Text auf den Ausgleich III (www.german-racing-Superhandicap) über 1800 Meter, der mit 12.000 Euro fürstlich dotiert ist, wobei allein der Sieger 6000 Euro kassiert.

Stets auf der Jagd nach größtmöglichen Geldgewinnen ist der Krefelder Trainer Mario Hofer. Wegen einer erneuten Hüftoperation wird er am Sonntag nicht selbst nach Wambel kommen können, sondern wohl noch mehrere Wochen zu Hause verbringen müssen. Doch er schickt einen Kandidaten im 12er-Feld an den Start, der beste Chancen besitzen sollte.

Für die vielköpfige Besitzerschar des Stalles Samt und Seide greift Intercom (Foto) ins Geschehen ein, ein fünfjähriger Wallach, der bekanntlich in Bad Harzburg schon 2009 ein ähnliches Rennen gewann. Auch seine aktuelle Sand-Form könnte nicht besser sein, am Karnevalssonntag behielt der Dansili-Sohn hier in einem ähnlichen Rennen leicht Start-Ziel die Oberhand über Charitonas, der nun allerdings vier Kilo günstiger im Rennen steht.

Der bereits angesprochene Charitonas könnte ebenfalls wieder siegreif sein, zudem vertritt er das Quartier von Axel Kleinkorres, einem der Protagonisten der Sand-Saison. Das gilt auch für Giardini, die in diesem Winter sogar dreimal in Dortmund punktete und mit ihrem enormen Speed zuletzt starke Formpferde überrollte.

Endspurtstärke ist auch bei Magic Tilla reichlich vorhanden. Der der von Dr. Andreas Bolte trainierten Stute in Schweizer Besitz erwies sich die Umstellung auf die Wartetaktik als goldrichtig, wie zwei beeindruckende Siege zeigen. Schon Ende Januar, beim 12-Längen-Triumph in Neuss, sagte ihr Betreuer: „Die Superhandicaps sind unser Ziel.“

Aber auch im weiteren Feld wimmelt es nur so an Formpferden: Das Höchstgewicht Ocareion verpasste vor einer Woche in Neuss nur um Nüsternbreite einen Erfolg; der Lokalmatador Denango ließ zuletzt in Dortmund in einem Altersgewichtsrennen deutlich höher eingeschätzte Konkurrenten abblitzen;

Feather Cloud war 2009 bei fast allen Starts im Geld, war Anfang Dezember noch zweiter auf dieser Bahn, ehe er eine kleine Pause einlegte; der England-Import Criticize trug an Silvester einen Teil zum Championat seines Trainers Christian von der Recke bei und ist ein interessanter Kandidat im Handicap; Fifty´s Brother, Quick Prinz Poldi und Lord of Esteem sind an einem guten Tag immer gefährlich.

Und dann sorgt schließlich noch der Belgier Venetian Dancer für eine internationale Note, nachdem er sich im Anschluss an erfolglose Frankreich-Starts gerade in seiner Heimat schadlos hielt.

Im www.RaceBets.com-Superhandicap, einem 1800 Meter-Ausgleich IV, der mit 8000 Euro ebenfalls fürstlich dotiert ist, kommt ebenfalls ein tolles Feld an den Ablauf. Zwölf Kandidaten messen sich, wobei die frischen Sieger Lifespan, Little Doc und Orsum kürzlich auf Sand sehr überzeugten.

Sieben Prüfungen umfasst die Karte insgesamt, wobei die Wettchance im Ausgleich III-Superhandicap über die Bühne gehen wird.

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