In der zweiten Juli-Hälfte liegen der Grosse Preis von Berlin und die King George Stakes in Ascot in diesem Jahr wieder auf einem Wochenende. Danedream setzte 2011 in Hoppegarten zu ihrem im Arc gipfelnden Gruppe I-Hattrick an und wurde auch für die anstehende 122. Ausgabe des Saison-Highlights in der Hauptstadt genannt.
Aber seit Mittwoch hat sie einen Tag zuvor am 21. Juli eine alternative Startmöglichkeit. Zusammen mit 35 anderen europäischen Spitzenpferden und dem amtierenden japanischen Derbysieger Deep Brillante wurde sie für die international renommierteren King George Stakes in Ascot eingeschrieben. Die Gruppe I-Prüfung trägt nicht umsonst den Beinamen „Sommer-Arc“ (Zum Langzeitmarkt).
Und genießt damit unter den europäischen Altersvergleichen über die Derby-Distanz nach dem Prix de l’Arc de Triomphe Anfang Oktober in Longchamp inoffiziell die zweithöchste Wertschätzung.
Das wird auch nach der 2012-Ausgabe dieses Rennens so bleiben, in dem der siegreiche Besitzer den Ehrenpreis aus den Händen der Queen hochstpersönlich in Empfang nehmen darf.
Denn ein Blick auf die Nennungsliste verrät: Alle Stars Europas sind mit von der Partie! Allen voran natürlich der frische Triumphator des Epsom Derbys, der Camelot heißt und deshalb im Falle seiner Teilnahme die Favoritenstellung sicher hätte. RaceBets.com eröffnete ihn somit natürlich auch an der Spitze des King George-Wettmarktes.
Der dreijährige Superstar hat aber diverse Ziele vor Augen und Ballydoyle noch andere Pferde im Rennen: So zum Beispiel den gerade im Coronation Cup erneut wiedererstarkten St Nicholas Abbey, eigentlich relativ sicherer Starter für das Gruppe I-Rennen.
Oder die Dreijährige Was (notiert bei RaceBets.com über 200:10), die gerade in den Epsom Oaks überraschen konnte. Außerdem kommen auch der immer hoffnungsbeladene Await the Dawn oder der Veteran Fame and Glory als Akteure für Aidan O’Brien in Frage.
Eine ähnlich feste europäische Größe ist mittlerweile schon über Jahre der Franzose Cirrus des Aigles. Dessen Trainerin hat dieses Rennen bereits als festes Ziel für ihren Wallach ausgegeben, denn sie hofft auf ein schneller gelaufenes Rennen als sie es in Frankreich erwarten kann. Der Sechsjährige soll ihrer Aussage nach außerdem noch möglichst viele Jahre laufen, ist aktuell Co-Favorit des Rennens.
Ferner kommen aus Frankreich Galikova und der der Schimmel Reliable Man in Frage. Aus Chantilly könnte auch der Ex-Deutsche Dunaden anreisen, der sich zuletzt aber noch nicht in der Verfassung des Vorjahres präsentiert hat.
Gesehen hat man hierzulande auch schon die Diana-Siegerin 2011 Dancing Rain und den Derby-Siebten von 2010 Monterosso, der nach seinem Dubai World Cup-Sieg Ende März noch nicht wieder angetreten ist.
Im weiteren Sinne die deutsche Zucht würde der englische St. Leger-Sieger des Vorjahres Masked Marvel aus der Familie von Waldpark vertreten. Er hat sich zuletzt wieder angekündigt aber nicht die momentane Verfassung von Aiken, dessen Siegeszug mit offenem Ende gerade auf sechs Stationen angewachsen ist.
Der Vorjahressieger Nathaniel steht auch auf der Liste, ist aber wegen unpassender Bodenverhältnisse noch gar nicht aus der Winterpause zurückgekehrt.
‚Die King George sind durchaus ein Thema. Das Rennen passt zeitlich wunderbar in das Programm. Wir werden natürlich weiter von Start zu Start entscheiden und nun kommt erst einmal der Grand Prix de Saint-Cloud. Wir werden aber genau studieren, wer nach Ascot geht und das Rennen kann durchaus auch für uns in Frage kommen‘, so Danedreams Trainer Peter Schiergen. Dessen Stute eröffnete bei RaceBets.com für die King George mit 100:10.













