Trainer Michael Stoute hat die King George VI Stakes bereits fünfmal gewonnen, auf dieselbe Zahl kamen bisher nur Dick Hern und Saeed Bin Suroor. Der Newmarket-Trainer steuert auf das 70. Lebensjahr zu und würde am übernächsten Samstag in Ascot sicher gerne zum alleinigen Rekordhalter.
Sein dreijähriger Hengst Hillstar glänzte vor einem Monat während Royal Ascot auf Gruppe II-Niveau, als er den favorisierten Iren Battle of Marengo sicher abfing und mit einer Länge Vorsprung gewann. Auch wenn der O’Brien-Hengst die Form zwischenzeitlich im Grand Prix de Paris nicht aufwertete, scheint Hillstars Weg in die Gruppe I vorgezeichnet.
Die nächste Starmöglichkeit wären die King George VI Stakes, für die der Danehill Dancer-Sohn für 75.000 Pfund nachgenannt werden müsste. Dazu Stoute: „Der Besitzerin obliegt die endgültige Entscheidung, ich werde mich mit ihr über das Wochenende austauschen, ob wir ihn am Montag nachnennen.“
Sollte das der Fall sein, wäre natürlich Stoutes Stalljockey Ryan Moore der Partner des Rothschild-Dreijährigen. Und dann hätte Novellists Besitzer das Problem, den grade gefundenen passenden Jockey für seinen Monsun-Sohn wieder austauschen zu müssen.
Dr. Christoph Berglar wird also bis nächste Woche abwarten müssen, vorher äußerte er sich gegenüber GaloppOnline zu seinen grundsätzlichen Erwartungen: „Für mich muss Novellist gegenüber Saint Cloud noch einmal zwei Kilogramm zulegen, um in Ascot im Endkampf zu sein. Da machen wir uns nichts vor.“
Und Berglar rund eine Woche vor dem Super-Rennen realistisch weiter: „Unmöglich ist das nicht, denn in Saint Cloud war er sehr früh vorne, was es ihm nicht unbedingt leicht gemacht hat, aber es ist schon eine ganze Schippe.“
Trainer Jim Bolger hat deren Probleme nicht und viel Mumm auf seinen Trading Leather: „Im irischen Derby hat er eine erstklassige Vorstellung geboten. Er hat in schneller Zeit bis zur Linie durchgezogen und das Rennen sehr gut verkraftet.“
Der Dawn Approach-Trainer, der natürlich wieder seinem Stalljockey Kevin Manning das Vertrauen gibt, weiter: „Wie St Jovite (King George-Sieger 1992, die Red.) ist Trading Leather ein guter Derbysieger. Ich hoffe, er steigert sich weiter, weichen Boden mag er jedenfalls nicht.“
Darin dürfte, vertraut man den Wettervorhersagen, aber sowieso kein Problem bestehen. Der Hochsommer ist fast überall in Europa endgültig angekommen und soll England mindestens bis zum kommenden Wochenende mit Sonne und Hitze verwöhnen. Da auf den Inseln traditionell wenig gesprengt wird, dürfte mit der Bodenangabe gut-fest zu rechnen sein.
Bei RaceBets.com steht Trading Leather 60:10 und folgt als vierter Favorit hinter Novellist bei 55:10. Unverändert wird dort St Nicholas Abbey bei 30:10 gegenüber Cirrus des Aigles bei 40:10 favorisiert. Hillstar wurde nun neu in den Markt aufgenommen und steht 130:10, vor ihm gilt Ektihaam bei 100:10 als chancenreichster Außenseiter. (Zum Langzeitmarkt)












