Ohne Siegchancen waren die Favoriten in den beiden Dreijährigenrennen am Samstag beim Saisonauftakt in Dresden-Seidnitz. Im ersten Rennen für den Derbyjahrgang, dieses führte über 1500 Meter, kam der debütierende 20:10-Favorit Lagoas nur auf den vierten Platz (Zum Video), im Dreijährigenrennen über 2100 Meter landete der von Peter Schiergen trainierte Lichtblitz auf dem dritten Rang (Zum Video).
Das erste Rennen ging an die von Uwe Stech in Hoppegarten trainierte Halli Galli, die sich unter Martin Seidl als 154:10-Außenseiterin sicher mit einer dreiviertel Länge Vorsprung gegen Mirage durchsetzte, hinter der mit Claudia Barsigs Donna Rubina eine weitere Stute auf dem dritten Platz landete. Halli Galli, eine Areion-Tochter, die aus Fährhofer Zucht stammt, und auf der BBAG-Auktion 30.000 Euro gekostet hatte, hat Nennungen für viele Auktionsrennen. Ihr Halbbruder Hathras war einst nach Australien verkauft worden, wo er sogar in Grupperennen startete.
In der Steherprüfung kam Andreas Wöhlers Medici, der an Karfreitag in Bremen auf schwerer Bahn noch hinter Lichtblitz geblieben war, zu seinem zweiten Sieg, nachdem er im Februar bereits auf der Sandbahn in Neuss gewonnen hatte. Unter Eduardo Pedroza hatte der Curlin-Sohn schnell die Spitze übernommen, und gab diese auch nicht mehr ab. Bereits früh im Einlauf war der Hengst, auf den es 49:10 gab, souverän, und auf der Linie leicht mit drei Längen vor Roland Dzubasz‘ Tresoli voraus (Zum Video).
Das beste Handicap des Tages, den Ausgleich III über 1900 Meter, ging durch die von Jens Hirschberger trainierte Vierjährige Memel (40:10, Alexander Pietsch) in den Westen (Zum Video). Mit feinem Speed siegte die bei drei Starts nun zweimal siegreiche Stute leicht gegen Iffinvasion und Donau. Für die zweite dreistellige Quote des Tages sorgte im Maidenrennen für die älteren Pferde über 1500 Meter Eva Fabianovas Volverino (Baurzhan Murzabayev), der als 191:10-Chance mit einem Kopf-Vorsprung gegen die Favoritin Words of Love siegte (Zum Video).
Die Siege waren beim ersten Renntag in Seidnitz gut verteilt, denn als einziger Aktiver konnte sich Martin Seidl zweimal zur Siegerehrung begeben. Der junge Jockey gewann nicht nur das erste Dreijährigenrennen mut Halli Galli, sondern führte im zweiten Rennen, dem Ausgleich IV über 2000 Meter, auch den von Lokalmatador Stefan Richter trainierten Cash the Cheque (64:10) zum Sieg über Ostkönig und Saluta (Zum Video).











