Karpino macht den Scheich glücklich

Hoher Besuch in Krefeld. Aus England reiste Scheich Fahad Al Thani eigens zum Rennen um den Preis der SWK – Dr. Busch-Memorial (Gr. III) an. Der Grund war einfach, denn der erst kürzlich in seinen Besitz gewechselte Karpino gab sein Debüt in den Farben von Pearl Bloodstock.

Der vom Gestüt Fährhof gezogene Cape Cross-Sohn wird auch nach seinem Verkauf von Andreas Wöhler vorbereitet und ging als heißer 14:10-Favorit in die mit 55.000 Euro dotierte Derby-Vorprüfung über 1700 Meter. Am Ende musste Fahad Al Thani nur einmal schwitzen, als seine Neuerwerbung nicht direkt zum Einrücken in die Maschine zu bewegen war und man mehrere Versuche brauchte ihn in seine Startbox zu führen. Doch dann lief für das Team um Karpino alles nach Plan. Andrea Atzeni ließ seinen Partner zunächst an vorletzter Stelle in aller Ruhe galoppieren während der Franzose Royal Style (Matthieu Palussiere/Antoine Hamelin) für die Pace sorgte.

Im Einlauf rückte der Favorit dann immer weiter auf und startete an der Außenseite die erste und bereits entscheidende Attacke auf den in der Geraden in Führung gegangenen Ajalo. Relativ leicht ging der Cape Cross-Sohn, dem man noch eine gewisse Unreife ansah, ab der Mitte des Einlaufs an dem Schützling von Waldemar Hickst vorbei und hatte im Ziel einen komfortablen Vorsprung von zweieinhalb Längen. Ajalo wiederum blieb mit Stephen Hellyn deutliche sieben Längen vor dem französischen Gast Royal Style, der von der Spitze aus ein starkes Rennen lief und den Ebbesloher Ebeltoft aus dem Quartier von Peter Schiergen mit einer halben Länge Abstand auf den vierten Platz verwies. Dahinter Peewave (Werner Hefter/Olivier Placais) und der zweite Favorit Los Cerritos (Karl Demme/Adrie de Vries), der gegen Ende völlig aus dem Rennen fiel und abgeschlagen die Linie passierte (Zum Video).

„Das hat mir wirklich sehr gut gefallen“, zeigte sich Fahad Al Thani zufrieden. „Das Geläuf hier in Krefeld ist klasse und ich hoffe, dass Karpino vor einer großen Zukunft steht.“ Auch Andreas Wöhler war angetan von der Leistung seines Schützlings, auch „wenn er sich an der Startstelle und im Rennen noch etwas grün angestellt hat.“ Nun will man im Ravensberger Quartier in aller Ruhe überlegen, wie man mit Karpino weiter macht. Überlegungen wird man auch im Rennstall von Karl Demme anstellen. „Los Cerritos war völlig unkonzentriert“, so Adrie de Vries und Karl Demme gab an, dass man es beim Ratibor-Sieger des vergangenen Jahres „nun mit Scheuklappen versuchen will.“ Für den zweitplatzierten Ajalo, dessen Besitzer Klaus Hofmann sehr zufrieden war, geht es als französischer Inländer jetzt nach Frankreich. Der King’s Best-Sohn besitzt keine Nennung für das Deutsche Derby.

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