Karlshofer Seismos gewinnt den Hessen-Pokal in Frankfurt

Als einziges Pferd wurde am Mittwoch bei der Vorstarterangabe der Karlshofer Seismos (Foto) für den Hessen-Pokal, das letzte Grupperennen der Saison, nachgenannt. Eine Entscheidung, die sich gelohnt hat, denn der Wallach gewann unter Andrea Atzeni die mit 55.000 Euro dotierte Gruppe III-Prüfung über 2000 Meter gegen Petit Chevalier und Quinindo.

Dabei musste der Anhang des Karlshof-Wallachs vor dem Rennen noch eine Schrecksekunde überstehen, denn die 46:10-Chance aus dem Stall von Championtrainer Andreas Wöhler war reiterlos geworden, entlief und legte ohne Jockey mehrere hundert Meter zurück. Dennoch hatte er noch genug Reserven, um am Ende das letzte Grupperennen des Jahres leicht mit zwei Längen zu gewinnen (Video ansehen).

Der Außenseiter Quinindo aus dem Stall von Elfi Scnakenberg hatte zunächst die Pace gemacht, die durchaus zügig war. Hinter ihm sah man zunächst Durban Thunder, dann etwas Abstand bis zu Red Ghost, Seismos und den Vorjahressieger King’s Hall, am Ende des Feldes Petit Chavalier hinter Point Blank und der 29:10-Favoritin Calipatria.

Als es in die Zielgerade hinein ging, gab sich Durban Thunder (verlor ein Eisen vorne links) schnell geschlagen, innen von Quinindo griff Seismos an, von hinten kam ganz außen auch Petit Chevalier besser ins Rennen, während von Calipatria überhaupt nichts zu sehen war.

Mit zunehmender Distanz bekam Seismos den nun sein Pensum spürenden Quinindo (‚er ist ein Super-Rennen gelaufen, nicht ausgeschlossen, dass wir ihn in diesem Jahr noch einmal aufbieten‘, so Elfi Schnakenberg) in den Griff, doch nun kam außen Andrasch Starke mit dem Außenseiter Petit Chevalier ins Bild, der für einen Moment ganz gefährlich aussah.

Doch Seismos war stärker und hatte mehr zuzulegen. Auf der Linie war er mit zwei Längen gegen den Mongil-Schützling (‚er hat eine tolle Form gezeigt, es wäre noch günstiger gewesen, wenn der Bodern noch schwerer gewesen wäre‘, so William Mongil) voraus. Dann war es eine Länge bis zu Quinindo, der von Point Blank angeführte Rest folgte aufgelöst schon mit größerem Abstand.

‚Das war ein Superritt von Andrea Atzeni, vielleicht läuft Seismos in diesem Jahr noch einmal in Frankreich. Im nächsten Jahr ist sein erster großes Ziel der Dubai Gold Cup‘, so Bruno Faust vom Gestüt Karlshof nach dem Rennen. Bei RaceBets.com fiel der Kurs für einen Seismos-Sieg im Dubai Gold Cup von 350 auf 250:10.

‚Dadurch, das er zuvor entlaufen war, passte die eigentlich zu kurze Distanz ja wieder‘, flachste Andreas Wöhler nach dem Rennen über seinen Sieger.

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