Das St. Leger Italiano ist seit Jahren ein beliebtes Reiseziel deutscher Ställe. So konnten die deutschen Pferde in den letzten drei Jahren gleich dreimal zur Siegerehrung schreiten. 2009 mit Dr.Andreas Boltes Caudillo, 2010 mit Gestüt Ammerlands Burma Gold und 2011 mit Altano (Foto) aus dem Quartier von Andreas Wöhler im Besitz von Ingrid Hornig.
Und genau dieser Galileo-Sohn, der in diesem Jahr auch das deutsche Pendant in Dortmund gewann, rüstet sich nun zur Titelverteidigung auf der Rennbahn in San Siro. Mit Eduardo Pedroza im Sattel trifft der Sechsjährige am Samstag auf acht Gegner. Gleich fünf davon kommen ebenfalls aus deutschen Quartieren.
Begleitet wird Altano dabei von Sanogo mit Jozef Bojko, doch steht dieser rechnerisch natürlich unter seinem Stall- und Trainingsgefährten.
Wie schon erwähnt war Caudillo schon vor drei Jahren erfolgreich, er unternimmt mit Luca Maniezzi den bereits vierten Anlauf in diesem letzten Klassiker, der genauso wie in Deutschland, Frankreich und Irland auch für dreijährige und ältere Pferde offen ist. Earlsalsa mit Cristian Demuro und trainiert von Christian von der Recke ist ein alter Bekannter in den Steherexamen, konnte nach seinem Sieg in einem harmlosen Altersgewichtsrennen in Bad Doberan, im St. Leger in Dortmund nicht überzeugen.
Doppelt gerüstet ist der Heumarer Trainer Markus Klug mit Wilddrossel und Slowfoot. Für Wilddrossel wurde Filip Minarik engagiert, während Andrasch Starke der Partner von Slowfoot ist. „Beide Pferde sind auf weichem Boden deutlich besser. Für Freitag und Samstag ist Regen in Mailand angesagt, das erhöht ihre Chancen. Es ist für mich schwer zu sagen, wer von den Beiden besser ist. Wilddrossel besitzt ein höheres GAG, ging aber eine ganz andere Route als Slowfoot, der sich in den Handicaps hochgearbeitet hat“, berichtet Markus Klug.
Erstaunlicherweise vertritt nur ein Pferd heimische Farben. Der dreijährige Sopran Montieri gewann auf Listenebene zwar in Meran, aber das war über relativ kurze 2000 Meter. So gesehen muss der Hengst von Dario Vargiu erst noch sein großes Stehvermögen beweisen. Dies hat die französische Gaststute Vashti mit Umberto Rispoli schon hinlänglich bewiesen, aber der Sprung aus dem Ausgleich ist für sie schon enorm. Bliebe noch der Tscheche Donn Halling, der aber in den einschlägigen Steherrennen in Deutschland schon Grenzen bekennen musste (Zum Langzeitmarkt).












