45 Rennen hatte der Holländer Adrie de Vries in diesem Winter in Katar gewonnen. Schon zweimal wollte er nach Deutschland kommen, doch nicht nur das Flugchaos durch die Island-Vulkanasche verhinderte einen Auftritt. Doch am Samstag reiste er nach Düsseldorf und steuerte mit der Areion-Tochter Kali (Foto links) eine Außenseiterin des Gestüts Park Wiedingen in den 90. German 1000 Guineas.
125.000 Euro standen über diesem 1600 Meter-Stuten-Klassiker auf Gruppe II-Parkett. Und die 76.000 Euro Siegprämie wurden später Helmut von Finck überwiesen, der im Jahr 2001 schon einmal mit Dakhla Oasis dieses Erfolgserlebnis genießen durfte, während Tráiner Waldemar Hickst erstmals in den Genuss einen Guineas-Sieges kam.
Es war eine grandiose Vorstellung nach einem Top-Ritt von Adrie de Vries, die Kali (Foto) da auf den Rasen zauberte, die nach einem dritten Rang bei ihrem 2009er-Debüt zuletzt auf dem Düseldorfer Grafenberg ein Maidenrennen gewonnen hatte und nun einen gewaltigen Sprung bewältigen musste.
Doch das störte die Tochter der sehr guten Rennstute Kahlua nicht im Geringsten. Artica musste vom Start verwiesen werden. Genovesa übernahm sofort das Kommando, wobei Kali (114:10) an zweiter Stelle eine Top-Position vorfand. Mi Rubina innen war dichtauf vor Reine heureuse weiter außen, während die Favoritin Neon Light Fünfte war. Vanjura sah man am Schluss.
Im Schlussbogen schob sich alles dicht zusammen. Genovesa wurde im Einlauf bald geschluckt von einer glänzend gehenden Kali. Außen setzte Reine heureuse nach, Ronja beließ es ebenso wie Vanjura bei einem Moment.
Schon in der Distanz war abzusehen, dass keine Stute mehr an Kali herankommen würde, die mehr als sicher zum klassischen Triumph kam. Kompliment an ihre Mannschaft für die formidable Steigerung der Areion-Tochter, die Finck auch selbst gezogen hat. (Video ansehen)
Reine heureuse lief das erwartet gute Rennen, während Neon Light als Jahresdebütantin noch besser aufkam und auf sicher nicht mehr ganz passendem Boden Dritte wurde vor der noch sehr schnell werdenden Prakasa, die den Wiedingen-Triumph komplettierte.
Ronja und Vanjura endeten im geschlagenen Feld, konnten sich nicht entscheidend verbessern. Ebenso erging es der schnell abbauenden Mi Rubina.
Siegtrainer Waldemar Hickst erklärte über Kali: ‚Sie hatte nach ihrem Maidensieg einen großen Sprung gemacht. Der Ritt war sehr gut. Sie hatte ein Führpferd, war immer gut dabei. Am Ende war kein Gegner mehr in Sicht.‘
Auch Uwe Ostmann war zufrieden: ‚Reine heureuse hatte mit dem festen Boden keine Probleme. Ich bin vollauf angetan von dieser Leistung.‘
Eduardo Pedroza erklärte über die Drittplatzierte Neon Light: ‚Sie kam nicht so gut ab wie sonst, das hat mich doch etwas geärgert. Der Boden war kein Problem.‘
Andreas Löwe haderte bei Devilish Lips mit dem Rennverlauf: ‚Sie fuhr sich im Schlussbogen innen rettungslos fest, man braucht auch einma Glück in solch einem Rennen.‘
Sehr unzufrieden wirkte Roland Dzubasz mit dem Ritt von William Mongil auf Vanjura, die wie Ronja sehr weite Wege ging.











