GaloppOnline.de: Gratulation zu Ihren beiden Listensiegen. Bei Floriot, die ja klare Favoritin war, war es aber doch ganz schön knapp, oder?
Karoly Kerekes: Ja, aber das lag am Rennvelauf. Es war zwar nur ein kurzer Kopf, aber es war doch leichter als es der Richterspruch aussagt. Das Rennen wurde sehr langsam gelaufen, ich habe sie auf Warten geritten, deshalb war es so knapp.
GaloppOnline.de: Floriot ist stark gesteigert. Wo wird sie demnächst laufen, was trauen Sie ihr zu?
Karoly Kerekes: Sie startet jetzt in einem Listenrennen in München, dann soll sie im Premio Lydia Tesio in Rom starten, einem Gruppe I-Rennen. Das ist natürlich ein weiterer Sprung, aber sie hat Gruppe-Klasse.
GaloppOnline.de: Auch mit Delora gewannen sie zwei Gruppe-Rennen, zunächst in Mailand, dann in Düsseldorf. Wie kamen Sie zu dem Ritt?
Karoly Kerekes: Manfred Weber hat mich vor dem Italien-Rennen angerufen und gefragt, wusste, dass ich mit Floriot in Mailand bin und hat gefragt, ob ich Delora reiten könne. Sie gewann und so habe ich sie in Düsseldorf auch wieder geritten.
GaloppOnline.de: Dürfen Sie sie auch bei ihren nächsten Starts reiten?
Karoly Kerekes: Ja, sie läuft am 24. in Mailand in einem Listenrennen. Auch Delora traue ich zu, in Grupperennen mitzumischen.
GaloppOnline.de: Die Große Woche in Iffezheim steht vor der Tür. Was rechnen Sie sich dort aus?
Karoly Kerekes: Ich habe zwar einige Ritte, reite auch Assam im Ausgleich I, aber es ist in Baden-Baden immer sehr schwer zu gewinnen.
GaloppOnline.de: Sie sind seit fünf Jahren in München, dort einer der gefragtesten Reiter. Den Schritt dorthin zu gehen haben Sie sicher nicht bereut.
Karoly Kerekes: Nein, ich bin seit fünf Jahren dort, war dreimal Riemer Champion. In dieser Saison sieht es mit dem Championat leider nicht so gut aus, da ich häufig im Ausland reite und unsere besten Pferde verstärkt in Italien starten. Seit drei Jahren bin ich bei Werner Glanz beschäftigt, die Zusammenarbeit ist sehr gut und macht Spaß.
GaloppOnline.de: Ist es für sie ein Problem, das mit Anthony Whelan nun noch ein weiterer Jockey am Stall ist?
Karoly Kerekes: Nein, wir verstehen uns gut, reiten die galopps zusammen, er ist ja in erster Linie auch ein Mann für die niedrigen Gewichte.
GaloppOnline.de: Apropos Gewicht, was können Sie reiten?
Karoly Kerekes: 52,5 Kilo, aber sdafür muss ich schon sehr viel tun.
GaloppOnline.de: Haben Sie einen Agenten oder organisieren Sie sich Ihre Ritte selber?
Karoly Kerekes: Früher hat das Jens Hirschberger für mich gemacht, aber der ist ja nicht mehr als Agent tätig. Ich mache das jetzt alles selbst.
GaloppOnline.de: Sie sind mit den Glanz-Pferden oft in Italien, steigen Sie dort auch für andere Trainer in den Sattel?
Karoly Kerekes: Ja, man kennt mich mitlerweile dort auch, ich war ja im Winter auch n Pisa, habe in Meran und Mailand geritten. Ich bin aber auch häufiger in Wien, habe dort in diesem Jahr schon mehrere Rennen gewonnen, auch Listenrennen.
GaloppOnline.de: Sind Sie auch noch in ihrer ungarischen Heimat aktiv?
Karoly Kerekes: Ja, wenn es meine Zeit zulässt, an großen Renntagen steige ich dort auch noch in den Sattel.
GaloppOnline.de: Viele Jockey haben über München den Weg in den Westen gefunden. Hatten Sie auch schon Angebote aus dieser Region?
Karoly Kerekes: Nein, bisher leider noch nicht. Natürlich wäre so ein Angebot interessant. Im Westen sind einfach die meisten Rennbahnen, dort spielt die Musik. Ich bin aber hier in München auch sehr zufrieden, fühle mich sehr wohl.











