GaloppOnline.de: Seit Ihrer Rückkehr aus Macau sind Sie richtig auf Touren gekommen, am Samstag vier Siege, am Sonntag deren zwei. Was war der Grund, dass Sie sich für Hey little Görl und gegen Berlin Berlin entschieden haben?
Andreas Helfenbein: Auf Wunsch des Besitzers. Sie ist eine sensible, aber gute Stute, die ich aus der Arbeit gut kenne. Außer Rennen zu reiten hatte ich bei meiner Rückkehr kein besonderes Ziel. Da ich hörte, dass Markus Klug noch nach einem Jockey suchte habe ich nachgefragt. Viel Interesse an mir zeigte auch Trainer Sascha Smrczek. An ihn habe ich den zweiten Ruf vergeben.
GaloppOnline.de: Wie kommen Sie an Ritte für andere Trainer? Fragt man Sie an oder kümmern Sie sich selbst aktive darum?
Beides. Ich habe ja noch meinen festen Trainerstamm, den ich von früher kenne.
GaloppOnline.de: Nach ihrem Aufenthalt in Asien können Sie sicherlich beurteilen, ob es signifikante Unterschiede in der Reitweise zwischen dort und hier gibt.
Andreas Helfenbein: Die gibt es, hundertprozentig. Es geht mehr zur Sache, geht häufig enger zu, es wird mehr gerempelt, es wird stärker um die Position gekämpft. In einem Wort, es geht härter zu. Man könnte auch sagen mit mehr Ellenbogen oder gar „Messer zwischen den Zähnen“.
GaloppOnline.de: Lässt sich die Qualität der Pferde, die Sie in Asien geritten haben mit der bei uns vergleichen?
Andreas Helfenbein: Die Pferde kommen dort hauptsächlich aus den Zuchten Australiens und Neuseelands. Und das sind vornehmlich Sprinter, während in Deutschland der Focus der Zucht ja mehr auf Langstrecken, sprich Derby, liegt. Besser oder schlechter würde ich nicht sagen, sonst würden kaum deutsche Pferde nach z.B. Hong Kong verkauft.
GaloppOnline.de: Welche Saisonziele haben Sie sich gesetzt?
Andreas Helfenbein: Ich freue mich natürlich über ein paar Highlights. Ende des Jahres möchte ich wieder nach Asien. Wenn es ein Ziel gibt, dann ist es, gesund zu bleiben.










