Jin Jin trotzt der Pause und den Distanz-Bedenken

Nicht einmal eine Verletzungspause kann die sich immer weiter steigende Jin Jin stoppen. Die von Bohumil Nedorostek trainierte Stute schnappte sich am Sonntag den Coolmore Stud Baden-Baden Cup und blieb damit auch beim fünften Start ihrer Karriere ungeschlagen.

Unter Maxim Pecheur war die Canford Cliffs-Tochter eine sichere Siegerin der mit 25.000 Euro dotierten 1800-Meter-Prüfung und bewies einmal mehr, dass sie sich zu einer der besten Meilerin des Landes entwickeln kann. Nach ihrer Debütsaison 2019, bei der sie sich drei Siege holen konnte, war sie Anfang der neuen Saison gleich zur Listensiegerin aufgestiegen. Doch dann kam in Form einer Verletzungspause ein Rückschlag.

Dennoch kam sie als Favoritin des Listenrennens für dreijährige und ältere Stuten an den Ablauf. Und diesen Vorschusslorbeeren sollte sie gerecht werden. Als es in die Entscheidung der Prüfung ging, stach die 3,0:1-Chance aus dem vorderen Feld heraus in der Mitte der Bahn frühzeitig in Front. Von dort aus ließ sich die Stute aus dem Besitz von Sabine Goldberg dann auch nicht mehr gefährden, wenngleich auf den letzten Metern noch Candy Crush (Andreas Wöhler) auf etwas weniger als eine Länge heranrückte.

„Am Ende hat sie aus der langen Pause heraus ein wenig die Distanz gemerkt. Sie ist eine Klasse-Stute und ich freue mich, dass ich immer wieder das Vertrauen der Besitzer und des Trainers bekommen. Ich dachte eigentlich, dass die 1800 Meter etwas zu lang sein könnten“, so Maxim Pecheur nach dem Rennen.

Während der Siegjockey also ein wenig Bedenken ob der Distanz hatte, saß das der Coach ein wenig anders: „Ich dachte mir schon, dass sie mit der Distanz klar kommt. Wir haben überlegt, sie vielleicht auch im Grupperennen einzusetzen, wollten es ihr aber ein wenig leichter machen. Demnächst wird sie wohl über 1400 Meter laufen, da bin eher unsicher, ob das so perfekt ist.“

So oder so, die fünffache Siegerin scheint nach ihrem zweiten Listenerfolg noch lange nicht am Ende der Fahnenstange.

Auf den Plätzen hatte es im Gegensatz zur Siegentscheidung zwei größere Überraschungen gegeben. Die angesprochene Candy Crush, zweitlängste Außenseiterin im Feld, wurde Zweite vor Chilly Filly, die etwas überraschend zur besten dreijährigen Stute in dem Listenrennen wurde (zum Video).

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