Es ist für Deutschlands amtierenden „Galopper des Jahres“ der erste Start im Ausland in dieser Saison und letztlich auch eine Bewährungsprobe: Prince Flori (Foto) ist im vergangenen Jahr im Vorfeld des Derbys zwar schon einmal in Paris am Start gewesen, doch war er damals kaum schon das Pferd von heute, hatte damals hinter dem späteren „Arc“-Sieger Rail Link auch nicht den besten Rennverlauf.
An diesem Sonntag nun startet Stall Renis Lando-Sohn im Grand Prix de Saint-Cloud um 400.000 Euro über 2400 Meter auf Gruppe I-Ebene.
Natürlich weiß das Team um Sascha Smrczek, dass einiges mehr verlangt wird als etwa zuletzt in Baden-Baden, doch geht man auch mit dem nötigen Selbstvertrauen an die Sache heran.
„Er geht wie eine Maschine“ haben Beobachter des täglichen Trainings von Prince Flori erkannt und auch der Trainer gibt sich selbstbewusst: „Wir sind im Plan, fahren durchaus zuversichtlich nach Frankreich, In jedem Fall ist er richtig gut auf dem Posten.“ Schon einmal ist dieses Rennen nach Deutschland gegangen, vor 21 Jahren, als Acatenango das damals am Derbytag gelaufene Rennen gewann, unter Steve Cauthen.
Die damals gezahlte Siegprämie von 330.000 Mark bedeutete den höchsten Einzelgewinn in der Karriere des großen Fährhofers.
Für Prince Flori ist es am Sonntag natürlich auch eine Standortbestimmung, denn man hat noch weitere, große Pläne mit ihm.
Die Nennung für die King George VI and Queen Elizabeth Stakes ist gerade abgegeben worden, auch für den Prix de l‘Arc de Triomphe steht er unter Order.
Ob das Hirngespinste sind, wird man spätestens Sonntag wissen, doch hat der aktuelle Sieg von Saddex in Chantilly gezeigt, dass die deutschen Spitzenpferde auf höchstem Level ein Wort mitreden können.
Als Jockey hat man Johan Victoire gebucht, der dann auf längere Sicht vielleicht international der Partner von Prince Flori sein könnte.
Favoritin wird sicherlich Mandesha werden. Trainer Alain de Royer-Dupre hat Prinzessin Zahra Aga Khans Vierjährige kurzfristig von Royal Ascot nach Saint-Cloud umdirigiert. Die Desert Style-Tochter, die natürlich Christophe Soumillon an Bord haben wird, gewann letztes Jahr mit dem Prix d‘Astarte, Prix Vermeille und Prix de l‘Opera drei Gruppe I-Rennen in Folge, war auch beim Jahresdebut im Prix Corrida erfolgreich.
Es könnte sein, dass Mandesha auf die Konkurrenz abschreckend wirkt, denn dass die noch im Rennen befindlichen Kandidaten aus England, Admiral‘s Cruise, Laverock. Mountain High, Mighty und Youmzain komplett über den Kanal kommen werden, ist kaum anzunehmen. Aus Frankreich waren am Donnerstag nur noch Irish Wells (Vierter hinter Saddex in Chantilly) und Erika Hilgers hochklassige Stute Ponte Tresa unter Order.










