Spektakulär war er besetzt, dieser Pastorius – Große Preis von Bayern der Gruppe I mit einer Gesamtdotierung von 155.000 Euro. Unter den 14 Teilnehmern der 2400 Meter-Prüfung tummelten sich nicht weniger als fünf veritable Gruppe I-Sieger und mit Ralph Becketts Cubanita war beim letzten Gruppe I-Rennen der Saison sogar ein Gast aus England am Start.
Vor allem war aber Ivanhowe mit dabei, der zuletzt im Prix de l‘Arc de Triomphe unglücklich agierte, und sich nun in wahrlich eindrucksvoller Manier rehabilitierte und nach dem Großen Preis von Baden nun sein zweites Gruppe I-Rennen gewinnen konnte. Damit bringt sich Ivanhowe natürlich auch in die engste Auswahl der Kandidaten für den Galopper des Jahres.
Zurück im Sattel des vierjährigen Soldier Hollow-Sohnes war Filip Minarik, der seinen Partner zunächst im Feld versteckte, während der Co-Favorit Earl of Tinsdal mit Eduardo Pedroza für die Pace sorgte. Im Schlussbogen war dann schon zu erkennen, dass Ivanhowe (27:10) hier noch eine Menge zu verkaufen hatte. Relativ mühelos rückte der Hengst nun nach vorne und einmal an der Spitze gab es kein Halten mehr für den von Jean-Pierre Carvalho trainierten Schlenderhaner, der sich schnell um einige Längen von Earl of Tinsdal frei machen konnte. Feuerblitz, der sich kurz ankündigte, zog dagegen nicht durch (Zum Video).
Ganz an der Außenseite wurde aber nun auch die Selkirk-Tochter Cubanita, die ebenfalls streng auf Warten geritten wurde und mit tollem Speed noch am „Earl“ vorbeizog, unter Martin Lane immer stärker, konnte den Sieger aber nie gefährden. Dahinter zeigte die Diana-Siegerin Feodora, dass sie auch über die 2400 Meter bestehen kann. Fünfter und Sechster wurden mit Wild Chief und Eric weitere Dreijährige.
„Er hat sich toll rehabilitiert“, so Filip Minarik. „Die Badener Form war gut genug, um hier zu gewinnen. Ich habe ihn mit viel Vertrauen geritten.“











