Ivanhowe im Arc vor seinem schwersten Kampf

Orfevre 2013 und 2012, Sarafina 2011, als Danedream der große Triumph im Prix de l‘Arc de Triomphe gelang. Stets gab es im immer noch bedeutendsten Rennen der Welt, das die Turffans auf dem Globus elektrisiert wie kein zweites, in den letzten Jahren ein Pferd, auf das sich das Interesse der Wetter konzentrierte.

In dieser Saison ist das anders, die Favoritenrolle für das Fünf-Millionen-Dollar-Event, wechselte gleich mehrmals, mehrere Wochen wurde der Wettmarkt mit Sea The Moon sogar von einem deutschen Pferd angeführt. Dieser kann aus den bekannten Gründen  nicht auf der Prachtbahn Longchamp im Bois de Boulogne antreten, doch dafür ist sein einziger Bezwinger, der Schlenderhaner Ivanhowe, die große deutsche Hoffnung. Und nach seinem beeindruckenden Erfolg im Großen Preis von Baden, der schon für einige Pferde zum Sprungbrett für den Arc-Sieg wurde, hat der Soldier Hollow-Sohn aus dem Stall von Jean-Pierre Carvalho auch durchaus berechtigte Chancen in dem Monstre-Rennen über 2400 Meter (Zum Langzeitmarkt).

Nicht in der Rolle des Favoriten stehend, aber ein mehr als chancenreicher Außenseiter, die Rolle, aus der der Vierjährige, der ein insgesamt geschontes Pferd ist, ins Rennen gehen kann, dürfte seinem Team gefallen. Und wer sind die Favoriten? Hinter fast allen gemeinten Pferden stehen Fragezeichen. Taghrooda, die von den Buchmachern zur kürzesten Quote angeboten wird, wurde in den Yorkshire Oaks erstmals geschlagen von Tapestry, die am Donnerstag für 120.000 Euro nachgenannt wurde.

Treve, die großartige Siegerin von 2013, konnte keines ihrer drei Rennen 2014 gewinnen, Just A Way, der vermeintlich stärkste der drei Japaner ist kein 2400-Meter-Pferd. Man hat mit den Pferden aus dem Land des Lächelns, in dem man sich so sehr nach dem ersten Arc-Sieg sehnt, diesmal eine andere Vorbereitung gewählt als in den letzten Jahren. Und die ungeschlagene Prix de Diane-Siegerin Avenir Certain? Die ist nicht einmal der Ritt des Stalljockeys gegenüber Ectot, einer der stärksten Dreijährigen im Feld. Fragen über Fragen im „Arc“, der als großes Rätsel daherkommt.

Die „Sport-Welt“ widmet dem Prix de l’Arc de Triomphe in ihrer nächsten Ausgabe eine ausführliches Spezial. Auf 13 Seiten wird das Fünf-Millionen-Euro-Rennen durchleutet. Dazu gibt es viele informative Tabellen und Statistiken rund um den Arc.

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