Ittlinger Scalo im Europa-Preis vor Superstute Night Magic

Fünf Tage nachdem man im Gestüt Ittlingen die Rückkehr von Lando feierte, gab es für die Familie Ostermann noch mehr Grund zu Jubeln. In Köln gewann der dreijährige Lando-Sohn Scalo leicht den Preis von Europa, ließ Deutschlands bester Stute Night Magic und Oldie Quijano nicht den Hauch einer Chance.

Als 32:10 Co-Favorit hatte der von Andreas Wöhler trainierte Dreijährige auf weichem Boden (5,1) unter dem französischem Starjockey Oliver Peslier leichtes Spiel und galoppierte mit gespitzten Ohren am 2400 Meter-Pfosten vorbei (Video ansehen).

‚Er ist ein toller Steher, der zudem fantastischen Speed hat. Wir hatten dieses Rennen lange im Auge und sind froh, dass es so toll geklappt hat‘, resümierte Trainer Andreas Wöhler nach dem mit 100.000 Euro für den Sieger dotierten Gruppe I-Treffer.

‚Einfach toll. Es passt irgendwie, dass sein Vater Lando erst vor wenigen Tagen endlich wieder nach Hause gekehrt ist. Scalo hat einer ohnehin tollen Saison von Lando noch einen oben drauf gesetzt‘, so Janet Leve-Ostermann, die mit ihrem Bruder Manfred live in Köln weilte.

‚Es ist noch offen, ob er noch einmal in diesem Jahr starten wird. Es gibt noch ein Gruppe I-Rennen, welches eine Möglichkeit wäre‘, so noch einmal Trainer Andreas Wöhler. Damit meinen, könnte Wöhler ein Gruppe I-Rennen in Kanada. Genau dieses Rennen (Canadian International) steuerte im Vorjahr auch Jukebox Jury an, nachdem er in der Dom-Stadt gewonnen hatte.

In dem Gruppe I-Rennen in Kanada belegte Jukebox Jury dann Platz zwei. RaceBets.com reagierte prompt auf diese Information und eröffnete Scalo im Canadian International mit einem Kurs von 100:10.

‚Scalo galoppierte unterwegs schon ausgezeichnet, ließ sich fahren, wie ein Auto. Ich hatte früh in der Geraden ein exzellentes Gefühl und war der Meinung, dass wir gewinnen würden. Er steht und hat Endgeschwindigkeit. Dieses Pferd wird noch eine Menge Spaß bereiten‘, war auch der französische Jockey Olivier Peslier voll des Lobes über Scalo, der sein viertes Rennen gewann und seine Gewinnsumme auf knapp 250.000 Euro schraubte. Manfred Ostermann hatte Peslier eigens für den Ritt einfliegen lassen, entschied sich damit gegen Stalljockey Eduardo Pedroza, der mit der stark laufenden Monsun-Tochter Soberania Platz vier belegte.

Erst auf den letzten Metern wurde die Karlshoferin von Quijano für den dritten Platz abgefangen. ‚Und Außen fliegt Quijano heran. Das freut mich besonders, dass der jetzt wieder so toll gelaufen ist‘, fasste Rennbahnkommentator Manfred Chapman eine erneut tolle Form des Fährhofers zusammen.

Beim 39 Start (14 Siege) lief Quijano zum 11. Mal in die Platzierung und Dr. Andreas Jacobs wird einige schlaflose Nächte haben, ob der Globetrotter nicht doch noch ein Jahr im Rennstall bleiben wird.

‚Sie ist wieder toll gelaufen. Eventuell hätte sie etwas mehr mitgehen sollen. Aber unterm Strich wieder eine gute Form. Es ist gut möglich, dass sie noch einmal in Italien in einem Gruppe I-Rennen laufen wird‘, so Trainer Wolfang Figge über die Galopperin des Jahres 2009, Night Magic. Diese hätte sich sicher auch mehr Tempo gewünscht, so wirklich wurde die Rolle des Pacemakers durch Nothern Glory nicht erfüllt.

Unter Karoly Kerekes war Night Magic als 27:10-Favoritin angetreten, hatte gegen Scalo zwar keine Chance, kam für Platz zwei allerdings auch nie in Gefahr. Neben Night Magic könnten auch Quijano und Soberania als nächstes in Italien an den Ablauf kommen.

In zehn Rennen setzte man am Sonntag in der Dom-Stadt 520.481,75 Euro um, womit man in etwa auf Vorjahresniveau lag. Trotz schlechter Wettervorhersage war die Rennbahn in Köln bestens gefüllt und feierte vor allem Andrasch Starke, der vier Rennen hintereinander gewann.

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