Gestüt Schlenderhans Ito aus dem Quartier von Jean-Pierre Carvalho trat vergangenen Montag gemeinsam mit Nightflower den Flug nach Japan an. Peter Schiergen äußerte sich positiv über den aktuellen Zustand von Nightflower (s. auch extra Bericht). Itos Betreuer hat ebenfalls gute Trainingseindrücke von Jockey Rene Piechulek, der sich vor Ort gemeinsam mit Pfleger Kurt Erven um den Vierjährigen kümmert, übermittelt bekommen.
„Das Pferd ist sehr gut in Schuss, die Trainingseindrücke von Rene sind positiv. Wir haben mit Pfleger Kurt Erven und Jockey Rene Piechulek dasselbe Team wie letztes Jahr bei Ivanhowes Start nach Japan geschickt. Am Dienstag fliege ich und werde Ito nach zehn Tagen das erste Mal wieder sehen. Er reist morgen nach Tokio in die Quarantäne-Station und dann sind es nur noch ein paar Tage bis zum dem spektakulären Event. Noch eine leichtere Arbeit wird er absolvieren und dann in Schwung gehalten“, Jean-Pierre Carvalho machte den Eindruck, dass alles im grünen Bereich ist mit dem Adlerflug-Sohn.
„Es ist eine große Herausforderung gegen die besten Japaner bei deren Saison-Höhepunkt anzutreten. Aber wir dürfen optimistisch sein, denn wir gehen mit dem besten älteren Pferd Deutschlands ins Rennen. Weicher Boden wäre von Vorteil, weil Ito damit leichter umgehen kann, als die meisten Gegner. Das macht dann im Finale schon einmal zwei Kilo aus“, Carvalho hat natürlich Respekt vor der Aufgabe und machte deutlich, dass Itos Umfeld gegen elastischen Boden nichts einzuwenden hätte. Über eine bestimmte Taktik wollte sich der Franzose noch keine Gedanken machen, zumal man erst einmal die Startnummer abwarten müsse. Jedenfalls brauche Ito nicht unbedingt vorne gehen. Das ist vermutlich auch besser so, denn die Möglichkeit, dass die Japaner einen Pacemaker im Rennen haben, ist ziemlich wahrscheinlich (Zum Langzeitmarkt).
Und was hält Itos Trainer von den europäischen Gegnern? „Nightflower war im Preis von Europa vor Ito, auch wenn der nicht bei hundert Prozent war. Sie ist eine starke und sehr konstante Gegnerin. Erupt ist auf schneller Bahn, das zeigte er eindrucksvoll beim Sieg im Grand Prix de Paris, ein sehr gutes Pferd. Fünfter im Arc, der hat schon riesiges Potential und ist nicht umsonst zweiter Favorit, aber der kleine kompakte Typ braucht guten Boden. Man muss halt sehen, in welcher Verfassung die Dreijährigen um diese Jahreszeit sind“, Jean-Pierre Carvalho hat definitiv Respekt vor den beiden dreijährigen Europäern.
Auf jeden Fall kann man dieses Jahr davon ausgehen, dass Deutschland am kommenden Sonntag so chancenreich wie schon lange Zeit nicht mehr im Japan Cup vertreten sein wird. Und dies sogar zum ersten Mal seit 1998, seinerzeit waren es Caitano und Ungaro, wieder mit zwei Kandidaten.










