Zweimal hat der 1994 gezogene Maskul bereits die „Große Pardubitzer“ gewonnen, nicht nur der sportliche Höhepunkt einer jeden Hindernis-Saison in Tschechien, sondern eines der härtesten und spektakulärsten Jagdrennen weltweit, das selbst den hartgesottenen englischen und britischen Hindernisjockeys höchste Anerkennung abnötigt.
Einer, der sich in diesem Rennen im letzten Jahrzehnt besonders hervor trat, war Peter Gehm, der gleich vier Mal in dieser prestigereichen und mit umgerechnet 140.000 Euro auch gut dotierten Prüfung die Gegner hinter sich ließ, ehe der folgenschwere Sturz während der Morgenarbeit seiner Karriere ein abruptes Ende bereitete.
Mit dem Namen Peter Gehm verbunden bleibt auf immer die aus der Görlsdorfer Zucht stammende Registana, die mit dem vielfachen deutschen Champion in den Jahren 2003 und 2004 gewann. Vor den Zeiten einer Registana hieß der Sieger Maskul, ebenfalls geritten von Peter Gehm und von Frantisek Holcak für den tschechischen Stall Ray Racing vorbereitet, der 2005 zum zweiten großen Schlag ausholte und Dirk Fuhrmann, Peter Gehms Nachfolger als Champion, zum ersten Triumph in der „Pardubitzer“ verhalf.
„Das war einer meiner größten Erfolge der gesamten Karriere“, erinnert sich der gebürtige Hannoveraner gerne an den 9. Oktober des Vorjahres, als er den Kampf mit Decent Fellow, einem alten Bekannten in diesem Rennen, zu seinen Gunsten entschied. Aber auch Maskul gehört eigentlich schon zum „Inventar“, denn zwischen den beiden Siegen landete der Lean Fan-Sohn jeweils auf dem dritten Platz.
Begonnen hat der auch für die am Sonntag stattfindende 116. Auflage dieses Klassikers favorisierte Maskul, mit zwölf Jahren der Senior in Feld, seine Karriere für Besitzer Hamdan Al Maktoum, für den er unter der Regie von Trainer Kevin Prendergast als Zweijähriger in Irland unter William Supple gewann und Ende des Jahres 1996 verkauft wurde.
Seine neue Heimat hieß fortan Osteuropa, wo er zunächst in Flachrennen aufgeboten wurde, ohne allerdings großen Eindruck zu hinterlassen. Die Wende zum Guten kam mit dem Wechsel in den Hindernissport, in dem er mittlerweile zu einem der Großen aufgestiegen ist.
Am Sonntag absolviert er mit Dirk Fuhrmann (Foto) bereits seinen sechsten Start in der 6900 Meter langen „Pardubitzer“ , wobei lediglich der Einstand mit Platz sieben ohne Geldpreis blieb.
Im siebzehnköpfigen Feld wagt auch der Kölner Jockey Paul Johnson zum ersten Mal einen Start, reitet mit dem in Polen gezogenen Juniusz einen Außenseiter.










