Nach seinem bemerkenswerten Erfolg am vergangenen Freitag in einer Course B-Aufgabe in Saint-Cloud hat sich Gestüt Schlenderhans Adlerflug-Sohn Isidor im Derby-Wettmarkt an die zweite Position zwischen das Wöhler-Pärchen Quasillo, der vorne steht, und Karpino geschoben. Heute werden die Derby-Karten allerdings schon wieder neu gemischt, denn im Preis des Bankhauses Metzler könnten sich weitere Kandidaten aus dem Derbyjahrgang in den Vordergrund laufen.
Isidors Betreuer Jean-Pierre Carvalho jedenfalls ist fest davon überzeugt, dass Isidor über außergewöhnlich viel Qualität verfügt, aber noch ein Riesen-Baby ist.
„Er muss noch lernen, viel lernen, daher braucht er unbedingt vier Starts bis zum Derby und zwei davon hat er bislang absolviert. Er hat überragendes Talent, aber er ist nicht abgeklärt genug, um sein hohes Potential so umzusetzen, wie es gegen die Besten notwendig ist. Am Freitag hätte er noch viel leichter gewinnen können, doch Filp musste ihn darauf aufmerksam machen, dass das Ziel noch nicht da war, als Isidor in Front gezogen war“, schwärmte Carvalho von seinem „Derby-Mumm“, aber beurteilte auch realistisch, das es noch ein weiter Weg bis Hamburg ist.
„Die nächsten Stationen sind das Derbytrial am 25.Mai in Hannover und dann ganz klassisch die Union in Köln“, gab der Franzose gegenüber GaloppOnline Auskunft über die weitere Route des aktuell zweiten Favoriten für das Blaue Band. Isidors Vater Adlerflug hat vor acht Jahren auf dem Weg zum Derbysieg nach seinem Erfolg im Hannoveraner Derbytrial die Union, die dieses Jahr am 14. Juni gelaufen wird, ausgelassen und ist mit lediglich drei Starts ins „Rennen der Rennen“ gegangen. Allerdings hatte er seinerzeit gegenüber seinem Sohn den Vorteil, dass er schon zweijährig einmal geübt hatte.
Klar wollten wir von Jean-Pierre Carvalho auch wissen, wie die zukünftige Route von Stall Ullmanns Guignol aussieht. „Er hatte in Köln im Einlauf innen keinen Platz und musste außen noch einmal neu ansetzen, ansonsten wäre sein Sieg leichter ausgefallen. Doch er hat durch das kleine Malheur auch gelernt, von daher war das sogar gut“, kam der Franzose zunächst noch einmal auf Guignols Kölner Debütsieg zurück.
„Auch wenn Guignol direkt gewonnen hat, ist er spätreif, wie viele unserer Pferde. Aber er ist schon wesentlich abgeklärter im Kopf als Isidor. Er hat einige Optionen, Hannover, Frankreich und Köln kommen für ihn in Frage, ich bin mir noch nicht sicher, wo und wann er als nächstes läuft“, ließ Carvalho die weitere Route von Stall Ullmanns Cape Cross-Sohn noch offen.










