Irian und Saphir: 2 Dreij?hrige mit h?heren Anspr?chen

Die beiden sehr gut besetzten Prüfungen für den Derby-Jahrgang waren ganz nach dem Geschmack der Turffans. Welcher Vertreter des Derby-Jahrgangs empfiehlt sich für bessere Aufgaben? Diese Prüfungen sind in den nächsten Wochen und Monaten das Salz in der Suppe. Und auch bereits in Frankfurt dürfte man zur Saisonpremiere mit den siegreichen Irian und Saphir dreijährige Pferde mit besserem Potenzial gesehen haben.

Der Toto war der richtige Hinweis: Bis auf 17:10 wurde Schlenderhaner Irian in der ersten Dreijährigen-Prüfung heruntgewettet. Nachdem sich der Tertullian-Sohn unterwegs von Filip Minarik hin und wieder etwas anschieben ließ, war er im Einlauf bald zur Stelle und zog noch leicht und locker an dem vom Start weg führenden Super Flight vorbei. Mit Shirana auf Rang drei lief wie Super Flight ein aktueller Sandbahnsieger in die Platzierung (Video ansehen).

‚Er hätte auch im letzten Jahr laufen können, aber über Winter hat er den richtigen Sprung nach vorne gemacht‘, fasste es Irians Betreuer Jens Hirschberger zusammen. Der Tertullian-Sohn hat immerhin Nennungen im Dr. Busch-Memorial und im klassischen Mehl-Mülhens-Rennen. Gut möglich, dass man nach der heutigen Vorstellung mit dem Schlenderhaner ins Dr. Busch-Memorial marschiert.

Der Sieg von Irian war ein kleines Trostpflaster für das Schlenderhaner Team, denn der geplante Start im vierten Rennen mit Shouda musste gecancelt werden. Der Bergheimer Coach: ‚Der Hengst hat sich bei der Schlussarbeit eine Fissur zugezogen. Ihn werden wir wohl erst im kommenden Jahr Wiedersehen. Das ist sehr bedauerlich, denn Shouda galt als große Hoffnung.‘

Die zweite Dreijährigenprüfung des Tages wanderte durch Saphir in das mächtige Weidenpescher Quartier von Peter Schiergen. Andrasch Starke ließ sich mit Margot Herberts Black Sam Bellamy-Sohn auf nichts ein und strebte auf der 2000 Meter-Distanz früh die Spitze an (Video ansehen).

Die Pole-Position gab Saphir (27:10) bis zum Pfosten nicht mehr preis, im letzten Bogen verabschiedete sich der Hengst von der Konkurrenz, die am Pfosten die von hinten kommendende Night of Magic vor dem favorisierten Quo Dubai anführte. Im Vorjahr hatte Saphir, der aus der Fährhofer Zucht stammt, bei seinem einzigen Versuch Rang vier besetzt. Jetzt machte der Hengst Ansprüche für höhere Aufgaben geltend.

Peter Schiergen: ‚Wenn alles weiter nach Plan läuft, dann könnte Saphir in den Frühjahrspreis des Bankhaus Metzler hier Anfang Mai gehen. Aber die Pause ist doch recht lang, gut möglich, dass ich Saphir vorher noch einmal an den Start bringe.‘

‚Von einer kleinen Enttäuschung‘ sprach Mario Hofer im Falle von Quo Dubai, der sich aus bester Lage im Einlauf nicht steigern konnte und Rang zwei an der vom letzten Platz kommenden Night of Magic abtreten musste. Die Stute war beim Abspringen mächtig gestiegen und Andreas Suborics konnte nur mit reiterlichem Geschick im Sattel bleiben.

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