INTERVIEW SUSANNA SANTESSON, Generalsekretärin der FEGENTRI
GaloppOnline.de: In der nächsten Woche beginnt in Katar die FEGENTRI-WM der Damen. Seit wann ist Katar eigentlich Mitglied in der FEGENTRI? Wie kam es zum Kontakt und zur Aufnahme in den Verband?
Susanna Santesson: Katar ist seit 2007 Mitglied, ist nunmehr das 23. Land in der FEGENTRI. Die Aufnahme in den Weltverband erfolgte bei der Generalversammlung in Pau im letzten Jahr. Am 1. März des letzten Jahres fanden in Quatar auch die ersten FEGENTRI-Rennen statt, eines für englische Vollblüter, eines für arabische Vollblüter.
Die Verbindung zu Quatar kam in erster Linie über die Araberschiene zustande. Hier ist Hubert Lorenz, der Generalsekretär der IFAHR (Araber-Weltverband) zu nennen, der den Kontakt zu Sami Jassim Al Boenain herstellte, der seit 2008 Präsident der IFAHR ist und auch der wichtigste Mann im Rennsport in Katar ist.
GaloppOnline.de: Was steht in Katar genau auf dem Programm?
Susanna Santesson: Im Rahmen des Qatar International Equestrian Festivals werden die ersten beiden Läufe zur FEGENTRI-WM der Damen stattfinden, wiederum eines für englische, eines für arabische Vollblüter. Außerdem wird die alljährliche Generalversammlung der FEGENTRI dort stattfinden. Der Verband aus Katar hat dazu neben den Aktiven und den Funktionären der Mitgliedsländer, auch Vertreter der Presse, u. a. von Racing Post, Paris Turf und Sport-Welt, und weitere internationale Gäste eingeladen.
So werden aus Frankreich beispielsweise auch Louis Romanet, der ehemalige Präsident von France-Galop, sowie seine Nachfolgerin Emanuelle Bour-Poitrinal erwartet. Es wird in der gesamten Woche ein tolles Programm mit Horse-Shows, zwei Gestütsbesuchen, den Rennveranstaltungen am Dienstag und Mittwoch, einem Gala-Diner, bei dem auch die letztjährigen Champions geehrt werden, sowie einer ganztägigen Wüstentour geboten.
GaloppOnline.de: Sie kennen sich im Rennsport in Katar gut aus, waren auch bereits mehrfach vor Ort. Wie ist Ihr Eindruck von den Rennen?
Susanna Santesson: Im letzten Jahr fanden ja dort zum ersten Mal FEGENTRI-Rennen in einem Golf-Staat statt. Es waren zwei Rennen für die Amateurreiterinnen, die von den Menschen dort mit viel Begeisterung aufgenommen wurden. Sehr stark unterstützt hat diesen Renntag Sheikha Mayassa, die Tochter des Emirs von Katar, die großen Gefallen an den Rennen findet. Der Rennsport in Katar ist im Aufbau, und die Möglichkeiten, die man dort hat, sind natürlich sehr groß.
GaloppOnline.de: Die FEGENTRI-WM beginnt also in Katar. Was können Sie uns über den diesjährigen Wettbewerb sagen?
Susanna Santesson: Der endgültige Terminkalender steht noch nicht komplett fest, denn über einige Einzelheiten wird erst auf der Generalversammlung abschließend entschieden. Es wird voraussichtlich 30 Rennen für die Herren geben, mit dem ersten Lauf im belgischen Ghlin am 3. Mai. Die Damen beginnen, wie bereits erwähnt, hier in Katar, wobei etwa zehn Reiterinnen aus zehn verschiedenen Ländern teilnehmen werden, zusätzlich noch Vanessa Rodenbusch als Weltmeisterin. Rund 25 Läufe werden im Damenwettbewerb ausgetragen.
GaloppOnline.de: Wie sieht es in der FEGENTRI-WM in diesem Jahr aus deutscher Sicht aus?
Susanna Santesson: Beide Teilnehmer werden in diesem Jahr erneut aus dem Saarland kommen. Bei den Herren wird wie in der vergangenen Saison Michael Rosport der deutsche Vertreter sein, denn er reitet sowohl Flach- als auch Hindernisrennen. Aufgrund seines Gewichtes kann er allerdings wahrscheinlich nicht an allen Rennen teilnehmen. Für unsere Damen wird nun Rebekka Unrath antreten, die in der vergangenen Saison ja bereits zwei Rennen in Frankreich gewinnen konnte.











