Oft genug ist es so, dass die internationalen Handicapper Marken nach deutschen Rennen nicht so sehen, wie der deutsche Rennsport und die deutschen Handicapper um Harald Siemen das gerne hätten.
Nach dem Mehl-Mülhens-Stiftung Preis von Europa erlebte man da eine handfeste Überraschung. Man korrigierte die vergebene Marke von 99,5 Kilo, die genau gleich mit Marken des Wallachs aus den Rennen zuvor war, um ein Pfund nach oben. Kurzum: Goliath hat wieder die 100.
Harald Siemen beschreibt das in seinem Blog auf der Webseite von Deutscher Galopp: „Das hatte etwas von einem Deja-vu, denn genau dieses Ergebnis – Goliath vor Dubai Honour – hatte es bereits im Großen Preis von Baden im Vorjahr gegeben. Goliaths Sieg wurde damals mit 99,5 kg (Rating 119) bewertet. Exakt diese Marke erreichte er anschließend auch bei seinen Starts in der Hong Kong Vase, in der Amir Trophy in Doha, im Grand Prix de Chantilly und in den Hardwicke Stakes von Ascot. Angesichts dieser Formkonstanz hatten wir am Montag auch für den Preis von Europa zunächst 99,5 kg (Rating 119) veröffentlicht. Doch nachdem die Kollegen aus Frankreich und England am Dienstag mit einem Rating 120 herauskamen, haben wir das übernommen, so dass Goliath jetzt auch im deutschen Generalausgleich auf 100 kg zu stehen kommt.“
Man mag es kaum glauben bei der sonstigen Zurückhaltung Deutschland gegenüber. Aber ist doch mal schön.
Siemen weiter: „Seine bisher höchste Marke von 103 kg (Rating 126) hatte der in Schlenderhan gezogene Adlerflug-Sohn vor zwei Jahren für seinen Sieg in den King George VI and Queen Elizabeth Stakes gegen die spätere Arc-Siegerin Bluestocking erhalten. Er selbst durfte als Wallach bisher nicht im Prix de l´Arc de Triomphe starten; vielleicht wird das nach der Regeländerung im kommenden Jahr nachgeholt, dann ist er allerdings schon sieben Jahre alt.“











