Mit dem fünfjährigen Freminius verfügt die Goslarer Besitzerin Gerda Wusk wieder über ein Pferd, das ihr nur Grund zur Freude bietet. Nachdem der Hengst anlässlich des Fühjahrs-Meetings in Iffezheim zum ersten Mal für den Mülheimer Trainer Werner Baltromei (Foto) angetreten war und unter Jockey Dominique Boeuf auch gleich überlegen gewonnen hatte, lieferte der Erminius-Sohn heute im Ausgleich II wieder eine derartige Glanzleistung ab.
Früh in Front gegangen, diktierte er ständig das Geschehen und ließ auch in der Zielgeraden keinen seiner Konkurrenten vorbei. Fast mühelos legte er zu, als der hoch gehandelte Trivero angriff, so dass sein Erfolg bereits vor dem Ziel feststand. Dank ihrer Reserven verbesserten sich Dangus, der lange hinten zu sehen war, und Anna Royal noch auf die Plätze drei und vier, was zu Lasten der lange mithaltenden Serrato und Sekota ging, die somit leer ausgingen (Video ansehen).
Hamburg liegt Freminius scheinbar, denn im Vorjahr hatte er einen Ausgleich III gewonnen. Nach Running Ernie ist er das zweite Pferd, dem der Doppelschlag in den diesjährigen Meetings Iffezheim und Hamburg gelang.
Er kennt nur gute Rennen, der fünfjährige, von Christian Sprengel in Hannover trainierte Running Ernie, der seinem Namen wirklich alle Ehre macht. Viel laufen kann und im Amazonenreiten auch musste, um den scheinbar auf Siegkurs befindlichen Feather Cloud im Ziel um eine Nase hinter sich zu lassen.
Hätte dieser gewonnen, wäre es für Erika Mäder ein Dreifach-Erfolg gewesen, ist sie doch Trainerin, Besitzerin und Züchterin des Wallachs, der zum dritten Mal in Folge auf dem zweiten Platz einkam. Running Ernie musste im Einlauf von Steffi Hofer erst einmal auf freie Bahn gebracht werden, um dann seinen gefürchteten Speed anzubringen, der ihm den siebten Sieg bei achtzehn Starts bringen sollte, nachdem er zuletzt während des Frühjahrs-Meeting in Iffezheim gewonnen hatte.
In Iffezheim hatte Time Will Tell noch sicher gegen den von Oliver Schnakenberg gerittenen Favoriten Nuevo Leon gewonnen. Doch sechs Wochen später sollte die Revanche folgen. Sie wurde auf den letzten Metern noch eine hart umkämpfte Angelegenheit, nachdem es lange so ausgesehen hatte, als könne Nuevo Leon von der Spitze die Konkurrenz klar auf Distanz halten.
Als Briccone in der Endphase seiner Rolle als Verfolger nicht mehr gerecht werden konnte, war es der aus der Reserve gerittene Time Will Tell, der feine Reserven offenbarte und den Führenden noch zum Kampf stellte, den er dann knapp verlor. Als Dritter hat sich Briccone gut genug verkauft und scheint sich in dem Metier immer besser zu finden.
Mit 64:10 gab es in einer Meilenprüfung für Dreijährige erstaunlich viel Geld auf den Fährhofer Vain Boteli (Andrasch Starke/Peter Schiergen), der sicher gegen Turgenjew und Don´f forget die Oberhand behielt.
Nachdem man sich am Freitag mit den wichtigsten Internet-Wettanbietern geeinigt hat, und nun die Starterfelder sehr stark waren, fiel der Umsatz ausgezeichnet aus. 456.219 Euro (203.505 Euro von außen) flossen durch die Kassen, das ist wesentlich mehr als 2008 mit 392.000 Euro, wobei vor allem der Außenumsatz (um 34 Prozent!) stark in die Höhe ging. Das ist sicher bemerkenswert und ein Top-Start in die Woche!











