Bei dichtem Schneetreiben ging der Ausgleich III am Samstag über die Dortmunder Sandpiste. Und wie so oft an diesem Nachmittag war die Start-Ziel-Taktik wieder von Erfolg gekrönt. Denn der von Christian Sprengel vorbereitete Running Ernie (Foto) gab unter Filip Minarik beim ersten Sand-Start eine beeindruckende Vorstellung.
Start-Ziel marschierte der Eden Rock-Sohn als 41:10-Chance der Konkurrenz davon, stand schon im Schlussbogen als Sieger fest. Mit Bassow und Celtic Sea kamen zwei Außenseiter auf die wieteren Plätze.
Vor wenigen Tagen zog sich der Hoppegartener Coach Roland Dzubasz mehrere Rippenbrücke bei einem Umfall in Dresden zu. Deshalb konnte er den Erfolg des dreijährigen Allazam in der Maidenklasse nicht live mitverfolgen.
Es war eine Vorstellung der Extraklasse, die der Zamindar-Sohn hier gab. Pascal Jonathan Werning ließ ihn richtig treten und hatte schon im Schlussbogen einen riesigen Vorsprung auf die Konkurrenz. Der Berliner Gast wurde immer länger, war eine Klasse für sich. Auch eine Pause seit März konnte Allazam nicht aufhalten. „Er lief als Wallach wie verwandelt“, erklärte der Siegjockey.
„Ich bin eigentlich kein Fan der Sandbahn, aber Action Lion ist ein so antrittsschnelles Pferd, dass wir es einmal versucht haben“, freute sich Dr. Andreas Bolte nach diesem stark besetzten Ausgleich III über 1200 Meter nach der Wettchance des Tages.
Der von ihm vorbereitete Dreijährige war früh die beherrschende Figur. Lennart Hammer-Hansen, der seinen dritten Sieger an diesem Nachmittag steuerte, hatte trotz einer äußeren Startbox schnell die Spitze übernommen.
Im Einlauf marschierte Action Lion früh und souverän vom Feld weg, gegen ihn gab es kein Ankommen. „Zuletzt war der Boden zu schwer, heute konnte ich mir alles schön einteilen“, berichtete Lennart Hammer-Hansen.
Enorm schnell wurde mit Fahr Royal ein weiterer Sand-Novize. „Er braucht schnelle Rennen, aber ich war nicht sicher, wie er auf Sand laufen würde, wir kommen wieder“, erklärte Gunther Richter.
Mit letztem Einsatz raufte Double Friend Rang drei nach Hause. „Er hat toll gekämpft“, sagte Katharina-Daniela Werning. Night Shuffle ließ außen nie locker, bleibt vorzumerken. Der Favorit Roque kam aus Box sieben nie nach vorne.
„Erstaunlicherweise waren andere Pferde, die weiter außen gingen, noch schneller“, hieß es von Pascal Jonathan Werning. Die Viererwette zahlte stolze 200.014:10 Euro.











